Nationale Fairtrade-Organisationen

So kommen faire Produkte in die Regale

Eine Kundin in einem indischen Bioladen betrachtet das Angebot an Fairtrade-Tees und lächelt in die Kamera.

Nationale Fairtrade-Organisationen wie die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)  sind in über 25 Ländern in Europa, Nordamerika, Afrika, Asien und Ozeanien tätig. Ihre Aufgabe ist es, innerhalb ihrer Landesgrenzen die Bekanntheit von Fairtrade in Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik zu fördern. Fairtrade International listet alle Organisationen mit Kontaktdaten auf seiner Website auf.

Sie sind ausserdem zuständig für Lizenzverträge mit Unternehmen, die das Fairtrade-Label auf ihren Produkten auf dem jeweiligen nationalen Markt verwenden möchten und die damit verbundenen Beratungen und Serviceleistungen für Handelspartner.

Die nationalen Fairtrade-Organisationen bestimmen gleichberechtigt mit den Produzentennetzwerken in der Generalversammlung die Ausrichtung des Fairtrade-Systems und entsenden wie die Produzentennetzwerke vier Vertreterinnen und Vertreter in den Fairtrade-Vorstand, der die Fairtrade-Strategie beschliesst und die Fairtrade-Mindestpreise, -Prämien und -Standards verabschiedet.

Zudem gibt es neun Fairtrade Marketingorganisationen, die Fairtrade auf neuen Märkten etablieren: Fairtrade Brazil, Fairtrade Czech Republic & Slovakia, Fairtrade Hong Kong Foundation, Fairtrade Foundation India, Fairtrade Eastern Africa, Fairtrade Poland, Fairtrade Marketing Organization of the Philippines, Fairtrade Korea - The Europe-Korea Foundation und Fairtrade Taiwan. Im Gegensatz zu den nationalen Fairtrade-Organisationen schliessen sie keine Lizenzverträge mit den Partner-Firmen in ihren Ländern ab, hierfür ist in diesem Fall Fairtrade International zuständig.