Textilstandard

Am 22. März 2016 hat die Dachorganisation Fairtrade International einen Textilstandard publiziert, der die komplette Produktionskette umfasst. Durch den Fairtrade-Textilstandard und das begleitende Textilprogramm sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Verarbeitungskette verbessert und ihre Rechte gestärkt werden.

Anfang 2016 wurde der Standard unter Einbezug diverser Stakeholder finalisiert. Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) hat sich dabei im Fairtrade-System speziell für die folgenden Punkte eingesetzt:

  1. Labelling und Claims müssen für die Konsumenten klar und transparent sein.
  2. Eine Lizenz darf nur vergeben werden, wenn eine Firma glaubwürdige Commitments macht. Dazu gehören zwingend Entwicklungskriterien, damit kein „white washing“ betrieben werden kann.
  3. Die Kommunikation zum Textilstandard soll entwicklungsorientiert sein und auf die Thematik der Existenzeinkommen und auf entsprechende Fortschritte hinweisen.
  4. Neben dem Standard- und Zertifizierungsansatz ist ein umfassendes Textilprogramm zu entwickeln, welches auf starke Kooperationen mit Expertenorganisationen setzt.

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) setzt sich dafür ein, dass der Textilstandard einen umfassenden und effektiven Lösungsansatz bieten wird.