Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Lemotit-Blumenfarm der Flamingo Horticulture in Kenia

Die Fairtrade-zertifizierte Blumenfarm Lemotit gehört zu Flamingo Horticulture. Sie befindet sich in der Nähe der Stadt Londiani in Westkenia.
Auf der Blumenfarm werden hauptsächlich Rosen, unter Fairtrade-Standards, produziert.
Durch Fairtrade haben die Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Lemotit-Farm die Möglichkeit ihren Lebensstandard nachhaltig zu verbessern.

Ort/Land
Londiani, Kenia KE

FLO-ID
5865

Organisationsform
Plantage

Fläche
42 ha

Produktion
24.9 Mio (Stems)

Zertifizierung
2007

Arbeiterinnen / Arbeiter
727


Flamingo Horticulture – viele Farmen, viele Projekte

Auf der Blumenfarm Lemotit in der Nähe der Stadt Londiani werden Fairtrade-Rosen produziert. Aber es werden zum Beispiel auch Lilien, Nelken und Veilchen angebaut. Die Lage in der Provinz Rift Valley bietet sehr gute Bedingungen für den Blumenanbau. Durch verschiedene Seen gibt es regelrechte Sumpflandschaften und auch Forstwirtschaft.
Nahe der Stadt Kericho, weiter südlich von Londiani, liegen noch weitere Fairtrade-Blumenfarmen, die zu Finlays gehören.
Die Fairtrade-Zertifizierung der Lemotit-Blumenfarm ermöglicht den Farmarbeiterinnen und -arbeitern sowie ihren Familien eine Verbesserung des Lebensstandards. Von der Fairtrade-Prämie profitiert die Gemeinde. Das Prämienkomitee setzt sich dafür ein, dass das Geld nach demokratischen Abstimmungen in die medizinische Versorgung der Menschen vor Ort in Form einer medizinischen Klinik, in Einrichtungen für Kinder sowie Bildungsmaßnahmen investiert wird.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.