Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative "Villa Ecologica" in Peru

Die Fairtrade-Kaffee-Kooperative "Villa Ecologica" in Peru wurde 2011 gegründet. Nur ein Jahr später erhielt sie ihre Fairtrade-Zertifizierung. Seitdem profitieren die rund 240 Kaffebäuerinnen und -bauern sowie ihre Familien vom Fairen Handel. Auch in dieser Region in Peru nimmt die Klimaerwärmung ihren Lauf und der traditionelle Kaffeeanbau wird immer schwieriger. Daher bauen einige Produzenten zusätzlich Ingwer an. So können sie ihr Einkommen besser absichern.

Ort/Land
Junin, Peru PE

FLO-ID
28088

Organisationsform
Kooperative

Fläche
1746.35 ha

Produktion
2880 t

Gründung
2010

Zertifizierung
2012

Bäuerinnen / Bauern
530


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

  • Herstellung und Verwendung von organischem Düngemittel und Aufbau von Kompostier-Anlagen
  • Ausbildungsangebot für die Mitglieder der Kooperative im Pestizid-Management
  • Mikrokredit-Angebote für die Mitglieder der Kooperative
  • Impulse zur allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen der Mitglieder der Kooperative, z.B. durch Workshops und Weiterbildungskurse

 

Die Kaffee-Kooperative "Villa Ecologica" in Peru

Nur ein Jahr nach der Gründung der Kooperative im Jahre 2011, wurde "Villa Ecologica" Fairtrade-zertifiziert.
Seitdem haben die über 240 Mitglieder mithilfe der Fairtrade-Prämie einige Projekte angestoßen, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltig sind.
So werden bei "Villa Ecologica" organische Düngemittel hergestellt und verwendet. Zudem befinden sich Kompostier-Anlagen im Aufbau.
Die Mitglieder profitieren von einem Ausbildungsangebot im Pestizid-Management.
Es werden auch Impulse zur allgemeinen Verbesserung der Lebensbedingungen gesetzt, indem die Kooperativen-MItglieder an Workshops und Weiterbildungskursen für verschiedene Bereiche teilnehmen können.
Eine finanzielle Unterstützung wird durch Mikrokredit-Angebote gewährleistet.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

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