Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative ACPC Pichanaki in Peru

Die Kooperative Asociacion Central de Productores de Café Pichanaki (ACPC-Pki) produziert Fairtrade-Kaffee und wurde im Jahr 2000 in Peru gegründet. Pichanaki ist ein Distrikt der Provinz Chanchamayo und liegt rund 320 km nord-östlich der Hauptstadt Lima. Das Gebiet bietet beste klimatische Voraussetzungen für den Kaffee-Anbau.

Ort/Land
Pichanaki, Peru PE

FLO-ID
4339

Organisationsform
Kooperative

Fläche
1938.5 ha

Produktion
7180.28 (t)

Bäuerinnen / Bauern
314

www

Durch die zentrale Koordination in der Kooperative kann die Ausbildung für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern effizient gestaltet werden.

Qualitätskaffee beginnt beim Anbau

Die peruanische Kaffee-Kooperative Asociacion Central de Productores de Café Pichanaki, kurz ACPC-Pki, wurde im Jahr 2000 von 275 Mitgliedern gegründet. Inzwischen produzieren 48 Frauen und 245 Männer auf einer Gesamtfläche von über 1.480 Hektar eine Jahresmenge von über 1.400 Tonnen Kaffee.

Die Organisation sieht in der Fairtrade-Zertifizierung einen Mehrwert, da sie ihnen einen besseren Marktzugang verschafft. Zudem stehen die Fairtrade-Standards für Nachhaltigkeit. So ist der Organisation wichtig, ihren Kaffee möglichst umweltschonend anzubauen. Außerdem stellt sie eine Plattform zum Informationsaustausch dar, bildet aus und bietet eine technische und finanzielle Unterstützung.

Die Mitglieder der Asociacion Central de Productores de Café Pichanaki verfolgen diverse Kernprinzipen, die sie als wichtigen Antrieb ihrer Arbeit betrachten. Dazu zählen Teamwork und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung, sowie Ehrlichkeit, Vertrauen und Transparenz. Aber auch die Förderung von Kreativität der einzelnen Mitglieder sowie kulturelle Vielfalt spielen eine besondere Rolle.

Mit der Fairtrade-Unterstützung kann die Kooperative an 15 Fachausschüssen zur technischen Hilfe und Ausbildung in Kaffeeanbau teilnehmen. Zusätzlich fließen Gelder in die Modernisierung von Plantagen, Waldaufforstung und Diversifizierung der ökologischen Vielfalt.

Die Kleinbäuerinnen und -bauern legen großen Wert auf die Qualität ihres Kaffees - und diese beginnt direkt auf dem Feld. Bei der Ernte wird darauf geachtet, dass die Kaffeekirschen gesund sind, sodass beschädigte direkt aussortiert werden. Auch nach der Ernte der Kaffeekirschen ist eine sorgfältige Weiterverarbeitung von großer Bedeutung für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Eine intensive Sortierung und Trocknung der Kaffeekirschen soll die Qualitätsmerkmale ihres Kaffees erhalten.

Website der Kooperative ACPC (span.)

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.