Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Winchester Bahati in Kenia

Auf 2200 Metern Höhenlage und nur wenige Kilometer vom Äquator entfernt liegt das Anbauland der Winchester Bahati Blumenfarm. Diese Lage wirkt sich auch auf die Form und Fülle der Blumen aus. In dieser Höhe wachsen die Rosen langsamer; die Stiele der Rosen sind dicker und die Kopfgröße der Rosen erreicht Floristenqualität.

Ort/Land
Nairobi, Kenia

FLO-ID
38983

Organisationsform
Plantage

Zertifizierung
2019

Arbeiterinnen / Arbeiter
180


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Die Winchester Bahati Blumenfarm liegt auf einer Höhe von knapp 2200 Metern und damit bereits in den kenianischen Gebirgslagen. Diese Höhe erlaubt den gezielten Anbau von Blumen und Rosen mit größeren Blütenköpfen und längeren Stielen. Durch die Nähe zum Äquator – das Nakuru County, in dem die Farm liegt ist nur einige Kilometer entfernt – vervollständigen sich die für den Blumenanbau perfekten klimatischen Bedingungen.

 

Mulching - Eine moderne Anbaumethode

Durch das Mulching – im Falle der Winchester Bahati werden eigens dafür hergestellte Folien genutzt – kann die durch Sonneneinstrahlung erzeugte Wärme besser gespeichert werden. Schwarze Folie zieht das Sonnenlicht an und sorgt anschließend für eine langanhaltende Bodenwärme. Außerdem können durch spezielle Folien Plagen, zum Beispiel durch Mottenschildläuse, vermieden werden. Zudem kann nicht nur Wärme, sondern auch Feuchtigkeit unter den Folien gespeichert und damit Wasser gespart werden.

 

Eine Blumenfarm wächst

2015 als Teil der Mzurrie Flower Group gegründet, umfasst die Farm 14 ha Anbauland und beschäftigt aktuell rund 180 dauerhafte Arbeitskräfte. Das Anbauland wächst stetig, seit 2015 sind 4 ha erschlossen worden. Durch eine Anbaudichte von 120 Stielen pro Quadratmeter und die große Anbaufläche kann die Farm enorm effizient arbeiten und eine hohe Anzahl Blumen und Rosen exportieren. Als eine der ersten Farmen Kenias praktizierte Winchester Bahati schon früh das so genannte „Mulching“, das Bedecken des Bodens mit bestimmten organischen Materialien oder Plastikfolien, um den Anbau zu kontrollieren und optimieren.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.