Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Wildfire Flowers in Kenia

Neben Sommerpflanzen wie Johanniskraut und Muschelblumen produziert Wildfire Flowers in Kenia unter besten klimatischen Bedingungen auch Rosen. Die Gegend um den Lake Naivasha im Bezirk Nakuru stellt die besten Voraussetzungen für die Züchtung von Rosen und anderen Pflanzen dar.
Die Fairtrade-Zertifizierung ermöglicht Nachhaltigkeit sowie eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der über 600 Beschäftigten auf der Wildfire Flowers Farm.

Ort/Land
Naivasha, Kenia KE

FLO-ID
27504

Organisationsform
Plantage

Fläche
36.6 ha

Produktion
45 Mio (Stems)

Gründung
1999

Arbeiterinnen / Arbeiter
467

www

Die Blumenfarm Wildfire Flowers in Kenia – ein Senkrechtstarter

Die Fairtrade-zertifizierte Farm Wildfire Flowers liegt in Naivasha, in der Nähe des Lake Naivasha im Bezirk Nakuru.
Seit der Gründung im Jahr 2000 ist die Farm stark gewachsen:
Die Anzahl der Beschäftigten stieg von 300 auf rund 620. Parallel dazu wurde auch die Anbaufläche vergrößert - von 17 Ha auf fast 40 Ha. Dadurch konnte auch die Produktpalette erweitert werden. Zu dem anfänglichen Anbau von Sommerblumen kamen die für Ostafrika üblichen Rosen hinzu.
Mittlerweile ist Wildfire Flowers Mitglied in diversen Vereinigungen wie der Lake Naivasha Growers Group, der Lake Naivasha Riparian Association, der Agricultural Employers Association und des Kenya Flower Council.

 

Soziale Verantwortung als hohes Gut

Durch die Fairtrade-Prämie und auch durch die Initiative von Wildfire, konnten verschiedene Projekte umgesetzt werden, die nicht nur den Arbeiterinnen und Arbeitern der Farm und deren Familien zugutekommen. Auch die lokale Bevölkerung profitiert davon.

Durch die Fairtrade-Prämie konnten folgende Projekte umgesetzt werden:


  • Stipendien für die Kinder der Arbeiterinnen und Arbeiter

  • Stipendien für weniger privilegierte Kinder der Karagita-Gemeinde

  • Bildungsangebote für die Beschäftigten wie zum Beispiel Schneiderkurse, Fahrstunden und Kurse in Geschäftsführung und Buchhaltung

  • Zinsfreie Darlehen für die Aufwertung des eigenen Zuhauses

  • Projekt zur Sanierung des Karagita Village

  • Finanzierung von Krankenschwestern für den neuen Frauenkrankenhausflügel des Naivasha District Hospital

 

Die Farm selber hat neben den Prämienprojekten weitere Maßnahmen finanziert:


  • Bau der Wildfire-finanzierten Karagita Early Childhood Development (ECD) School

  • Finanzierung einer Biogaseinheit der ECD

  • Unterstützung für den Betrieb der ECD

  • Beschäftigung von zwei Lehrern an der Mirera Primary School

  • Bau von zwei Klassenräumen für die Mirera Primary School

  • Sponsoring eines Beschäftigten der Farm, damit dieser an der Nationalen Leichtathletik teilnehmen konnte

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

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