Die Tee- und Gewürz-Kooperative SOFA in Sri Lanka

Die Small Organic Farmer Association (SOFA) ist eine Produzentenorganisation, der über 2000 Bäuerinnen und Bauern angehören, die in der Region Kandy in Sri Lanka Tee und Gewürze anbauen. SOFAs Ziel sind verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen der ProduzentInnen und eine nachhaltige biologische und umweltfreundliche Landwirtschaft.


Ort/Land
Mahara, Sri Lanka LK

FLO-ID
558

Fläche
1603.00 ha

Gründung
1998

Zertifizierung
1998

Organisationsform
2396

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Bau und Renovation von Strassen, Trocknungsanlagen und Lagerhäusern

Investitionen zur Förderung des biologischen Anbaus

Sport- und Weiterbildungsprogramme

Trinkwasserversorgung

Unterstützung von Schulen und Schulprojekten

Unterstützung von Kranken und älteren Familienmitgliedern

 

Ich musste früher fast einen Kilometer weit gehen, um Wasser zu holen. Dank dem Nillamba Wasserprojekt haben wir nun sauberes Trinkwasser in unmittelbarer Nähe zur Verfügung. Das macht mich sehr glücklich.

Bäuerin, SOFA

Weniger als 10% der BewohnerInnen der Region Kandy haben einen permanenten Vollzeitjob. Zeitarbeit auf Basis von Verträgen über eine Woche oder Arbeit im informellen Sektor sind die Regel. Diese schlechten Arbeitsbedingungen und die hohe Arbeitslosigkeit lassen junge Leute und besser Qualifizierte in städtische Gebiete abwandern. Ein stabiles, regelmäßiges Einkommen ist für die Region somit unerlässlich.

 

Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von SOFA

Die ProduzentInnen von SOFA sind Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Vor ihrer Mitgliedschaft bei SOFA waren viele von ihnen angestellte ArbeiterInnen in großen Abhängigkeitsverhältnissen. Das Land, das sie nun als eigenständige Bäuerinnen und Bauern bewirtschaften, gehörte ehemals zu einer großen staatlichen Teeplantage. Nach Bodenreformen und als Ausgleich für anderweitige staatliche Landnahmen wurde den ProduzentInnen der Landbesitz von durchschnittlich gut einem Hektar pro Plantage zugesprochen. Als Plantagenbäuerinnen und -Bauern sind sie nun von Anstellungsverhältnissen als ArbeiterInnen unabhängig und können ihr gesamtes Einkommen aus der Landwirtschaft beziehen.

 

FAIRTRADE-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung

Neben dem Mindestpreis für ihre Ernten erhalten die Bäuerinnen und Bauern eine FAIRTRADE-Prämie, mit der sie in Projekte investieren, die der Gemeinschaft zugute kommen. So werden die Gelder beispielsweise eingesetzt für die Ausbesserung von Straßen und Häusern der Dörfer, für die Unterstützung von Kranken und älteren Familienmitgliedern und für die Trinkwasserversorgung. Zudem investiert man in Weiterbildungsmaßnahmen für die Bäuerinnen und Bauern in Fragen der Landwirtschaft, des Managements und Computerwissens. Die Kinder der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern wurden durch die Anschaffung von Büchern und Schulrucksäcken und Durchführung von EDV-Kursen unterstützt.

Wichtig ist den Bäuerinnen und Bauern auch die Förderung des biologischen Anbaus. So wurden Ziegen und Kühe gekauft, die zum einen die Erzeugung von Milchprodukten ermöglichen und zum anderen natürlichen Dünger für die Felder produzieren. Über die Verwendung der FAIRTRADE-Prämie entscheidet ein demokratisch gewähltes Komitee, in dem sowohl Frauen als auch Männer repräsentiert sind.

 

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