Die Reis-Kooperative Organic Jasmine Rice Producer Group in Thailand

Die Mitglieder der OJRPG (Organic Jasmine Rice Producer Group) sind alle Kleinbauernfamilien, die in der ärmlichen Region in Nord-Ost-Thailand Reis zu Fairtrade-Bedingungen anbauen.

Mehr als eine Milliarden Menschen – vor allem Kleinbauern in den Entwicklungsländern – bestreiten ihr Einkommen hauptsächlich oder ausschließlich vom Reisanbau.


Ort/Land
34130 Ubon Ratchathani, Thailand TH

FLO-ID
2439

Organisationsform
Kooperative

Produktion
1400.00 t

Gründung
1986

Zertifizierung
2003

Bäuerinnen / Bauern
300

Teaserbild

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Erhöhung der Schutzdämme bei den Reisfeldern, um die Gefahr von Überschwemmungen zu verringern.

Mikrokredite: Die Bauern erhalten zu fairen Konditionen Kleinkredite.

Produktion von biologischem Dünger aus Kuhmist.

Bau von Wegen von den Feldern zur Hauptstrasse um den Transportweg zu verkürzen.

 

"Dank Fairtrade konnte ich an zahlreichen Fortbildungskursen teilnehmen. Dort habe ich gelernt organischen Dünger aus Mist und Kompost herzustellen."

Sudjai Chairueng, Reisbäuerin, Thailand

Im Reisanbaugebiet Ubon Ratchathani im Nordosten Thailands gedeiht der Original Hom Mali Reis - der auch als Parfüm-Reis bekannt ist. Aufgrund der Witterung wird dieser Reis ein Mal pro Jahr (ab November) geerntet.

Ein Mitglied der Klein-Bauern-Organisation ist auch Sudjai Chairueng. Bevor die zweifache Mutter Mitglied in der Organic Jasmine Rice Producer Group wurde, baute sie ihren Reis nach konventionellen Methoden an und verwendete chemische Düngemittel. Durch Nachbarn und andere Bauern der Umgebung lernte sie OJRPG kennen und stellte schnell fest, dass der Anbau von ökologischem Reis rentabler und gesünder ist als herkömmlicher Reisanbau. Außerdem kann sie durch ökologische Landwirtschaft die Bodenqualität verbessern und zum Erhalt des Ökosystems beitragen.

Seitdem Sudjai Chairueng Mitglied bei OJRPG ist, hat sie an zahlreichen Fortbildungskursen und Treffen teilgenommen, die von der Progressive Farmer Association (PFA) organisiert werden. In diesen Kursen hat sie gelernt, organischen Dünger aus Mist und Kompost herzustellen. Hier erfuhr sie auch, wie sie die Bodenqualität erhalten und verbessern kann. Mit dem ökologischen Anbau deckt sie zum einen den jährlichen Bedarf für sich und ihre Familie, zum anderen kann sie die Überschüsse verkaufen. Als Haupteinkommensquelle der Familie dient der ökologische Reisanbau, daneben verdient Sudjai durch Gemüseanbau und Rinderzucht ein Zubrot.

Sie baut Gemüse und Obst an - zum Beispiel Wassermelonen und Mais. Der Anbau von grünen und schwarzen Bohnen dient zur Bodenverbesserung. Statt synthetischen Düngern setzt sie ausschließlich organische Dünger wie Kuhdung und Kompost ein.

 

Teaserbild
Als aktives Führungsmitglied der Frauengruppe versucht sie andere Bäuerinnen und Nachbarn zu bewegen, Mitglied in der OJRPG zu werden. Sie bringt anderen Frauen bei, wie sie Kompost und organische Dünger aus Kuhdung herstellen können, der sowohl für einzelne Personen als auch für die Gruppe zur Verfügung steht. Die Mitglieder der Gruppe waren dadurch in der Lage, die Kosten für Düngemittel zu minimieren.

Sudjai Chairueng gründete eine Pflanz- und Erntegruppe für Frauen, bei denen sich die Teilnehmerinnen gegenseitig in der Anzucht von Setzlingen und bei der Ernte unterstützen, unabhängig davon, wem die Reisanbaufläche gehört, auf der sie gerade arbeiten. Dadurch sparen alle Mitglieder Kosten für die Beschäftigung weiterer Mitarbeiter.

Als Mitglied der OJRPG garantiert ihr die PFA die Abnahme des ökologischen angebauten Jasmin-Reises zu einem festen Fairtrade-Mindestpreis. Die Kooperative erhält zudem eine Prämie von 1 TH Baht pro Kilogramm Reis, die auf ein Sparkonto eingezahlt wird und für die spätere Altersvorsoge der Bauern und Bäuerinnen dient.

Der Lebensstandart von Sudjai Chairueng und ihrer Familie hat sich verbessert und ihr Einkommen ist gestiegen. Alle Familienmitglieder profitieren davon, sind glücklicher und leben gesünder. Das zeigt sich auch darin, dass sich die Zahl der Arztbesuche pro Jahr erheblich verringert hat. Der Zustand ihrer Reisanbaufläche hat sich positiv entwickelt, es gibt mehr Fische und andere Wassertiere, die zusätzlich als Nahrungsgrundlage für die Familie dienen.

 

Teaserbild
Durch Fairtrade konnte nicht nur das Leben von Sudjai Chairueng verbessert werden. Auch die anderen Mitglieder der Kooperative profitieren vom Fairen Handel. Durch die Fairtrade-Prämie konnten bereits viele Projekte finanziert werden:

  • Erhöhung der Schutzdämme bei den Reisfeldern, um die Gefahr von Überschwemmungen zu verringern.

  • Mikrokredite: Die Bauern erhalten zu fairen Konditionen Kleinkredite.

  • Produktion von biologischem Dünger aus Kuhmist.

  • Bau von Wegen von den Feldern zur Hauptstraße um den Transportweg zu verkürzen.

 

Teaserbild
Zurück