Die Limu Inara Farmers' Multipurpose Cooperative Union (LIFMCU) aus Äthiopien

Limu Inara Farmers Multipurpose Cooperative Union (LIFMCU) wurde im Jahr 2006 von 11 Kooperativen mit zusammen 3083 Mitgliedsbauern gegründet. Ihr Sitz liegt im westlichen Teil Äthiopiens im Regionalstaat Oromia. Derzeit gehören der LIFMCU 84 Kooperativen an mit total 31.431 Bauern und Arbeiterinnen. Davon sind 10 Kooperativen mit total 4860 Kaffeebauern Fairtrade-zertifiziert.

Die Vereinigung ist weltweit bekannt für Bio- und Fairtrade-zertifizierten Arabica-Kaffee, der einen guten Weingeschmack hat und im Wald angebaut wird.


Ort/Land
Addis Ababa, Äthiopien ET

FLO-ID
29806

Organisationsform
Kooperative

Fläche
5909.00 ha

Gründung
2005

Bäuerinnen / Bauern
31431


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Die zehn Fairtrade-zertifizierten Kooperativen der LIFMCU realisierten diverse Projekte zu folgenden Themen:

Soziale Projekte:
Die Kooperativen bauten zwei Kindertagesstätten, eine Grundschule, eine Landstrasse und Brücken mit Hilfe der Fairtrade-Prämie. Da die Infrastruktur des Gebiets unterentwickelt ist, spielen diese Projekte eine grosse Rolle für die Bevölkerung. Die Sozialprojekte kamen 2.265 Personen direkt und 11.599 Personen indirekt zugute.

Qualität, Produktivität und Nachhaltigkeit:
Um die Kaffeequalität und -produktivität zu verbessern, schulten die Kooperativen ihre Mitglieder mit Hilfe der Fairtrade-Prämie in der Handhabung, Verarbeitung und Vermarktung von Kaffee und investierte in den Bau von Kaffeebaumschulen und Trockenbetten. Die Landwirte ersetzen kontinuierlich alte Kaffeepflanzen und erreichen jedes Jahr höhere Produktionsmengen.

Umwelt:
LIFMCU ist vollständig organisch und verwendet keine Pestizide oder Düngemittel. Außerdem verfügt sie über Pufferzonen um die Gewässer herum, um eine Kontamination der Wasserversorgung zu verhindern, und schützt Schutzgebiete mit hohem Erhaltungswert.

 

Die Sidama Coffee Farmers Cooperative Union (SCFCU) wurde 2001 gegründet, um die Kaffee produzierenden Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in der Sidama Region zu repräsentieren. Heute bildet SCFCU als Zusammenschluss von 47 Kooperativen und über 70.000 Kleinbauern die zweitgrößte Kaffeeproduzentenvereinigung in Äthiopien.

Die Mitglieder von SCFCU haben mehr als 30 Jahre traditionelle Erfahrung im Anbau und der Verarbeitung von feinem Sidamo Kaffee und exportieren ihn nun direkt an Kunden aus Übersee. Insgesamt produziert die Sidama Union etwa 10.000 Tonnen hochwertige Bio-Arabica-Bohnen pro Jahr, von denen 95% gewaschen werden.

 

Anpflanzung wie im eigenen Garten

Mehr als 30 Prozent des gewaschenen Kaffees Äthiopiens kommen aus der Sidama Region. Von den gut 200 Schälmaschinen der Region gehören 90 zur Kooperative Sidama. Dabei achtet SCFCU darauf, dass die Kaffeebohnen so angepflanzt werden wie in einem Garten: In geringer Dichte und in Ansiedlungsnähe, wodurch unter anderem die Verbreitung von Schädlingen erschwert wird. Gleichzeitig werden die Kaffeepflanzen überwiegend mit biologischen Mitteln gedüngt.

 

Höhere Einnahmen - Besseres Leben

Seit der Fairtrade-Zertifizierung 2003 ist die Kooperative nicht mehr von privaten Käufern abhängig und erhält einen Mindestpreis für die Produkte. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauernfamilien haben sich entschieden verbessert.

Mit der Fairtrade-Prämie konnten zudem verschiedene Gemeinschaftsprojekte finanziert werden. So wurden beispielsweise neue Schulen gebaut und Stipendien für die Kinder der Produzentenfamilien finanziert. Auch Straßen und Lagerhäuser wurden errichtet sowie der Zugang zu Elektrizität ermöglicht.

 

Fairtrade wirkt langfristig

Produzentinnen und Produzenten erhalten die Möglichkeit an Schulungen teilzunehmen, in denen Sie beruflich weitergebildet werden und lernen, wie sie die Qualität des Kaffees zusätzlich steigern können. Auch die komplette Umstellung auf biologischen Anbau wird unterstützt und gefördert.

Neben den zum Verkauf bestimmten Kaffeebohnen bauen die Kleinbauernfamilien auch wichtige Grundnahrungsmittel wie Mais, Hirse oder Bananen an. Da die meist großen Familien oft über geringe Anbauflächen verfügen, sind diese Nahrungsmittel jedoch ausschließlich für den eigenen Verbrauch gedacht. Erst wenn dieser gedeckt ist, können die Kleinbauernfamilien ihre Produkte auch auf dem lokalen Markt verkaufen. Bäuerinnen und Bauern die über größere Anbauflächen verfügen, können sich durch den regelmäßigen Verkauf der selbst angebauten Lebensmittel eine weitere Einkommensquelle auf dem lokalen Markt erschließen.

 

Kaffee ist Tradition

Für die Kleinbauernfamilien in Äthiopien hat der Kaffee eine ganz besondere Bedeutung. Eine Tradition des Landes ist es, Kaffeezeremonien durchzuführen. Dabei treffen sich die Frauen der Nachbarschaft abwechselnd beieinander und tauschen Neuigkeiten aus. So schaffen Sie sich einen friedlichen Moment und stärken die Bindungen der Gemeinschaft. Der frisch duftende Kaffee lässt Sie von dem alltäglichen Trubel entspannen.

Entspannen und genießen auch Sie mit gutem Gewissen, indem Sie zu Fairtrade-Kaffee greifen. So können in Äthiopien weiterhin Gemeinschaftsprojekte finanziert und die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Kleinbauernfamilien verbessert werden.

 

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