Die Kooperative Mananara in Madagaskar

Die Kooperative "Association des Planteurs de Mananara", auch bekannt unter KOMAM (Kooperativa Mpambolin Ambonivolo) auf Madagaskar ist seit 2006 Fairtrade-zertifiziert. Unter fairen und ökologischen Bedingungen bauen sie unter anderem Vanille und Gewürznelken an. Ein Teil der Gegend Mananara im Nord-Osten von Madagaskar ist ein durch die UNESCO geschütztes Lebensraum-Reservat.


Ort/Land
Mananara, Madagaskar MG

FLO-ID
5417

Organisationsform
Kooperative

Fläche
984.00 ha

Gründung
2004

Zertifizierung
2007

Bäuerinnen / Bauern
619

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Bau von Brücken

Bau und Renovationen von fünf Schulen

Ausbildung

Finanzierung der Zertifizierungen (Ecocert und FLO)

 

Etwa 620 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gehören der Association des Planteurs de Mananara an. Seit Anfang des Jahres 2006 ist die Kooperative Fairtrade-zertifiziert. Ihre Mitglieder bauen vor allem Vanille und Gewürznelken für den Export an. Rund 15 Tonnen Fairtrade-Vanille ernten die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in den Monaten Juni und Juli. Für den Verkauf auf lokalen Märkten und für den Eigenverbrauch werden außerdem Kaffee, Ananas, Lychees, Kokosnüsse und Pfeffer angebaut.

 

Von Anfang an hat sich die Kleinbauernkooperative das Ziel gesetzt, die Entwicklung der Region Mananara voranzutreiben, ohne dabei die Umwelt dieser einzigartigen Region zu belasten. Dabei hat die Association des Planteurs de Mananara stets den Nutzen für die gesamte Region im Blick und versucht daher, seine Zusammenarbeit mit Organisationen auszuweiten, die in der Entwicklungsarbeit tätig sind. Ein weiteres Ziel der Kleinbauernkooperative ist, die Qualität ihrer Vanille zu verbessern, um so in Zukunft mehr exportieren zu können.

 

Seit 2006 baut die Kooperative ihre Vanilleschoten daher ausschließlich biologisch an. Die Schoten werden von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus rund 20 Dörfern angebaut, die im Biosphärenreservat Mananara liegen. Traditionell werden die Vanilleblüten bereits in den frühen Morgenstunden per Hand bestäubt. Die geernteten Vanilleschoten werden einige Stunden lang in der Sonne getrocknet, bevor sie anschließend wieder abgedeckt werden, um zu "schwitzen" und so ihre Feuchtigkeit zu bewahren.

 

Fair geht’s besser

Mit den Geldern aus der Fairtrade-Prämie wurde in der Region Mananara der Bau von vier Brücken finanziert. Ebenso wurde eine Schule in Antanambao sowie eine Unterkunft für Lehrer und Lehrerinnen in Seranambe neu gebaut. Zudem investierte die Kooperative in die Ausstattung eines Versammlungs- und Vorratsraumes und schaffte einen Computer und ein Motorrad an. Auch für Trainingsprogramme für die Kooperativen-Mitglieder werden Gelder aus der Fairtrade-Prämie eingesetzt - so werden beispielsweise Kurse in den Bereichen Finanzmanagement und Vanille-Anbaumethoden angeboten.

Auch die Schäden, die ein schwerer Zyklon 2008 verursacht hatte, wurden mit Hilfe der Gelder aus der Fairtrade-Prämie behoben. So wurden beispielsweise verschiedene Schulen, die durch den Wirbelsturm zerstört worden waren, wieder aufgebaut. Zudem wurde das Dach des Büros der Kommune Antanambe neu gedeckt.

 

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