Die Kaffee-Kooperativen-Union Mzuzu in Malawi

Mzuzu Coffee Planters Cooperative Union (auch bekannt als Mzuzu) ist eine Kooperativen-Union mit Sitz in Nord- und Zentral-Malawi. Die Union vereint 6 Kooperativen in der vielfältigen Bergregion rund um den Malawisee an der Grenze zu Tansania. Mzuzu wurde 2007 gegründet, um lokale Kaffeebauern zusammenzubringen, damit sie ihren Kaffee gemeinsam vermarkten können. Mzuzu wurde 2009 Fairtrade-zertifiziert und ist die einzige Kaffee-Union in Malawi. Das florierende Unternehmen unterstützt tausende Familien und verfügt über mehrere innovative Einkommensströme. Dazu gehören Kaffeehäuser im ganzen Land die als "Mzuzu Dens" bekannt sind und ein Unterkunfts- und Konferenzzentrum namens "Mzuzu Coffee Suites".

Heute hat Mzuzu mehr als 2'500 Mitglieder in seinen 6 Kooperativen. Mehr als 25% der Mitglieder sind Frauen. Kaffee ist die Haupteinnahmequelle in der Region und Mzuzu ist bestrebt, seinen Mitgliedern bei der Diversifizierung durch den Anbau anderer Produkte wie Tee und Honig zu helfen. Ziel der Gewerkschaft ist es, durch die Förderung einer nachhaltigen Kaffeeproduktion die Lebensqualität ihrer Bauern zu verbessern. Sie wollen ihre Produzenten wirtschaftlich stärken. Die hochwertigen Kaffeespezialitäten von Mzuzu gewinnen jedes Jahr Preise beim nationalen Schröpfwettbewerb und sie arbeiten daran, auch Bio-zertifiziert zu werden.


Ort/Land
Mzuzu, Malawi MW

FLO-ID
20144

Organisationsform
Kooperative

Fläche
1005.00 ha

Zertifizierung
2009

Bäuerinnen / Bauern
2500

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Qualität und Produktivität:
Jede Genossenschaft hat einen Cooperative Development Manager, der den Betrieb überwacht und technische Beratung leistet. Die Einhaltung der Fairtrade-Standards hat die Gewerkschaft bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels unterstützt - Bauern haben Schattenbäume gepflanzt, um die Kaffeebäume vor der Sonne zu schützen, ihre Felder terrassieren lassen um Wasser zu sparen und Vetivergras angebaut, um gegen die Bodenerosion vorzugehen. Des Weiteren verwendet Mzuzu selbstgemachte, organische Düngemittel.

Infrastruktur:
Dank der Fairtrade-Prämie konnte Mzuzu die lokale Infrastruktur verbessern, indem sie Brücken bauten und Strassen zu Kooperativen verbesserten. Zum Nutzen der Allgemeinheit haben sie haben auch Unterkünfte gebaut, um Lehrer in die Region zu locken. Zudem hat die Union in neue Trockenstationen, Lagereinrichtungen und Kaffeetrockentische investiert.

Frauen:
Frauengruppen wurden in jeder Gemeinde gegründet und die Gewerkschaft hat eine zentrale Frauenkoordinatorin. Bis 2019/2020 hat Mzuzu das Ziel, einen Frauenanteil von 40% zu erreichen.

Ausbildung:
Die Union bietet umfassende Schulungen für alle Mitarbeiter in Bezug auf Fairtrade-Standards, Verarbeitung und Qualitätsmanagement an. Die Produzenten wurden auch geschult, Monokulturen zu vermeiden und Bohnen zwischen Kaffeepflanzen anzubauen, um den Boden zu bereichern und ihre Ernährung und ihr Einkommen zu diversifizieren.

 

Zurück