Die Kaffee-Kooperative Risaralda in Kolumbien

Der Kaffee dieser Kooperative entstammt der Stadt Pereira aus dem "goldenen Dreick" Kolumbiens, auch die "Perle des Otún" genannt.


Ort/Land
Pereira, Kolumbien CO

FLO-ID
3530

Organisationsform
Kooperative

Fläche
6869.99 ha

Produktion
1805.653 t

Gründung
1958

Zertifizierung
2004

Bäuerinnen / Bauern
2636

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Qualität und Produktivität:
Die Kooperative lässt sich von Kaffeespezialisten beraten, wie sie die Produktqualität nachhaltig steigern kann. Dazu gehören Workshops zum sicheren und effizienten Umgang mit Pestiziden. Zudem wird ein Programm zur Unterstützung von Bauern betrieben, die von Plagen und Krankheiten heimgesucht werden.


Frauenförderung:
Für Frauen werden spezielle Trainingsprogramme in Leadership und Technik angeboten. Das Resultat kann sich sehen lassen: Die Gruppe entwickelte neue Gewächshäuser. In diesen werden die Samen unter perfekten Bedingungen zu Setzlingen herangezogen. Ca. 230 Mitglieder profitierten von 462‘500 gezüchteten neuen Setzlingen aus den "Pflanzen-Geburtsstätten". Zudem wurden rund 300 Passiermaschinen gewartet, welche grösstenteils durch Frauen bedient werden.

Gesundheit:
Die Kooperative organisiert regelmässig "Gesundheitstage" in kaffeeproduzierenden Gemeinschaften. Ärzte, Zahnärzte und Augenspezialisten besuchen die Gemeinschaften und bauen improvisierte Kliniken für Patienten in weit abgelegenen ländlichen Gebieten auf, die sonst tagelange Reisen für eine Behandlung unternehmen müssten. Dieser Service ist offen für alle Mitglieder. 2012 hat die Kooperative die Kosten von 722 Arztvisiten, 569 Zahnarztterminen, 695 Besuche des Augenspezialisten, 694 Labortests und 604 Krebsuntersuchungen übernommen.

Kaffeeinfrastruktur und Wasser:
Die Kooperative investierte in Wasch- und Verarbeitungseinrichtungen in den Zweigstellen der Kooperative. Das Abwasser des Waschprozesses kann giftig für die Umwelt sein und in das Trinkwassersystem geraten. Darum wurden
Aufbereitungsanlagen für das Abwasser der Produktionsprozesse gebaut.

 

Kaffee aus dem tríangulo dorado

Die Kooperative Caficultores de Risalda wurde 1958 von 39 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern gegründet und ist damit die älteste Kaffeekooperative Kolumbuiens. 1990 gab die Kooperative sich den Namen "Cooperativa Departamental de Caficultores del Risaralda" und 1994 die Abkürzung "COOPCAFER". Sie befindet ich in der kolumbianischen Stadt Pereira, etwa in der Mitte des "triángulo dorado", des goldenen Dreiecks der drei Großstädt Bogotá, Medellín und Cali. Pereira wird wegen der Lage am Rio Otún und ihrem fruchtbaren Boden auch die "Perle des Otún" genannt und liefert Arabicakaffee.

 

Kaffee für die Region und den Export

Die Kooperative vereint aktuell rund 3500 Arbeiter*innen, von denen die meisten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind. 85 Prozent der Mitglieder bearbeiten Felder mit einer Größe von weniger als 5 Hektar und können sich über die Kooperative vernetzen und organisieren. Sie versorgt neben dem Übersee-Export rund 30 Agenturen und Kaffeegschäfte in verschiedenen Regionen Süd- und Mittelamerikas. Mehr als 80 Prozent des Kaffees werden jedoch speziell für den Export verarbeitet.

Die Kooperative wird vom Risaralda Coffee Growers Committee gefördert, so dass sie beim Zugang zu Betriebskapital für den Kauf von Saatgut auf die Unterstützung der National Federation of Coffee Growers zählen kann (Fondo Nacional del Café).

 

Verwendung der Fairtrade-Prämie

Durch die Fairtrade-Prämie arbeitet COOPCAFER mit zahlreichen weiteren Angeboten an der Verbesserungder Lebns- und Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder. Neben der Handelsorganisation mit Kaffee - der natürlich wichtigsten Aufgabe - bietet die Kooperative verschiedene Programme und Schulungen an. Dazu gehören unter anderem:

· Die Ausbildung zu Mechaniker*innen
· Schulische und akademische Ausbildung für die Kinder der Kleinbauernfamilien
· Programme zur Schaffung grundlegender sanitärer Infrastruktur
· Die Vergabe von Kleinkrediten zur Anschaffung von Saatgut und Düngemittel
· Medizinische Versorgung und Gesundheitsprojekte etwa durch die Anbindung an Zahn- und Augenarztpraxen
· Schulungen zur Selbstorganisation innerhalb der Kooperative

 

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