Die Flamingo Flowers-Blumenfarm der Flamingo Horticulture in Kenia

Flamingo Flowers besteht aus zwei verschiedenen Blumenfarmen, die sich zusammen über rund 100 Hektar erstrecken. Die zu Flamingo Horticulture gehörenden Blumenfarmen liegen im Hochland Kenias nahe der Stadt Kericho.

Dort werden unter Fairtrade-Bedingungen Blumen angebaut und per Flugzeug direkt nach Deutschland transportiert.


Ort/Land
Kericho, Kenia KE

FLO-ID
2765

Organisationsform
Plantage

Fläche
92.00 ha

Gründung
1989

Zertifizierung
2004

Arbeiterinnen / Arbeiter
2250

Teaserbild

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Zwei Kinderkrippen mit 33 Betreuungspersonen, die Platz für insgesasmt 200 Kinder bieten

Stipendien, um den Kindern den Besuch der Sekundarschule zu ermöglichen

Finanzielle Unterstützung eines Heims für verstossene und verwaiste Kinder

Unterstützung durch Operationen und Hilfsmittel für Kinder mit physischen Behinderungen

 

"Auf der Fairtrade-Farm Flamingo Flowers haben wir ein wahres Zuhause gefunden!"

Rose Chemtai Ronoh, Blumenpflückerin

Rose Chemtai Ronoh lebt auf der Fairtrade-zertifizierten Blumenfarm Flamingo Flowers im Hochland von Kenia. Rings um den Äquator werden Blumen für den europäischen Markt gezüchtet, vor allem Rosen.

Rose hatte vier Jahre lang vergeblich nach Arbeit gesucht. 1998 kam sie auf die Farm - ganz allein und ohne ihre Familie. Hier auf der Farm arbeitete sie zunächst als Blumenpflückerin und half beim Verpacken der Blumen. Da sie ehrgeizig war, nutzte sie die Weiterbildungsangebote und kam schließlich als Kontrolleurin in die Qualitätssicherung der Farm. Sie prüft die verschiedenen Rosensorten unter genau festgelegten Laborbedingungen auf Farbe, Langlebigkeit und Krankheiten. Die Wachstumsverläufe verschiedener Sorten werden genauestens registriert und miteinander verglichen.

Ihr Alltag
Rose wohnt mit Mann und Kindern in einer zur Farm gehörenden Siedlung. Für jede Familie stellt die Farm ein kleines Haus zur Verfügung. Die Häuser verfügen über Wasser und Elektrizität, Feuerholz gibt es ebenfalls - alles keine Selbstverständlichkeit in einem Land wie Kenia und ganz sicher nicht auf den Blumenfarmen, die nicht Fairtrade-zertifiziert sind.

Rose freut sich nach ihrer Arbeit auf ihre beiden Kinder Ian und Daphny. Sohn Ian besucht mit anderen Kindern der Farm die Schule von Kericho. Der Schulbesuch ist kostenlos. Bildung ist besonders wichtig für eine bessere Zukunft. Das fängt schon in der Vorschule mit dem Englischunterricht an. Für die kleineren Kinder wie Daphny gibt es in der Siedlung Betreuerinnen.

Sonntags gehen alle zusammen in die Kirche. Hinterher ist dann Zeit für die Familie: Spielen, Lernen und gemeinsam Essen stehen auf dem Programm. Am frühen Abend gehen alle schlafen - die kommende Woche mit ihren Aufgaben wartet auf die Familienmitglieder…

Fair geht´s besser
Flamingo Flowers ist Fairtrade-zertifiziert. Die Blumen werden nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards gezüchtet. Das bedeutet: Feste Löhne, sichere soziale Grundrechte, Verbot von Kinderarbeit, Gewerkschaftsfreiheit, Gesundheitsschutz und soziale Projekte für die Arbeiterinnen und Arbeiter und ihre Familien.

Ein gutes Beispiel ist das Hospital von Flamingo Flowers. Für die mehr als 50.000 Menschen, die auf der Farm leben, gibt es hier eine medizinische Grundversorgung. Malaria und AIDS sind die häufigsten Krankheiten. Das große Problem AIDS wird durch Aufklärungsprogramme und Verteilung von Kondomen bekämpft. Gegen die Malaria-Erkrankung wurden verstärkt Moskitonetze angeschafft. Mit Erfolg - die Zahl der Neuerkrankungen ist seither zurückgegangen!

Rose ist glücklich nach schwierigen Zeiten soviel Gutes in ihrem Leben gefunden zu haben. "Meine Kinder und mein Mann, wir alle fühlen uns gesegnet auf der Blumenfarm ein gesichertes Leben führen zu können. Auf der Fairtrade-Farm Flamingo Flowers haben wir ein wahres Zuhause gefunden!"

 

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