Die Blumenfarmen Flamingo Horticulture in Kenia

Flamingo Horticulture besteht aus verschiedenen Blumenfarmen, die sich zusammen über rund 2600 Hektar erstrecken. Das Depot des Unternehmens befindet sich direkt am Flughafen der Hauptstadt Nairobi, von wo aus die Blumen erntefrisch nach Europa transportiert werden.

Alle Blumen werden bei Flamingo Horticulture unter Fairtrade-Bedingungen angebaut.


Ort/Land
Nairobi, Kenia KE

FLO-ID
5567

Organisationsform
Plantage

Fläche
176.00 ha

Gründung
1982

Zertifizierung
2007

Arbeiterinnen / Arbeiter
6000

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Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Transport
Busse transportieren die Beschäftigten kostenlos von ihrem Wohnort zur Arbeit und nach Feierabend wieder zurück.


Medizinische Versorgung
Unterhalt eigener medizinischer Kliniken, bei denen sich die Beschäftigten im Falle von Verletzungen kostenlos versorgen lassen können. Bei anderen Erkrankungen erhalten sie eine kostenlose Beratung und Medikamente zu stark reduzierten Preisen. Zudem bieten die Kliniken Beratungen zu Familienplanung und HIV an.


Bildung
Bau von drei Schulen. Zusätzlich werden durch die Fairtrade-Prämie die Lehrer und Unterrichtsmaterialien bezahlt- für die eigenen als auch für einige staatliche Schulen.

 

Bereits zu Beginn der Geschäftstätigkeit 1982 versuchte die Flamingo Blumenfarm (damals noch unter dem Namen "Homegrown") seine Beschäftigten durch gerechtere Löhne und großes Vertrauen in seine Angestellten zu unterstützen. In den kleinen Unternehmensstrukturen war dies noch problemlos möglich. Als die kenianische Blumenfarm über die Jahre immer weiter wuchs, führte dies dazu, dass auch die Strukturen zunehmend formaler wurden.

Vor einiger Zeit wurde die Homegrown Blumenfarm zu "Finlays Horticulture" zu "Flamingo" umbenannt. Der ursprüngliche Wunsch blieb aber erhalten: Heute garantiert die Fairtrade-Zertifizierung auch nach außen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter unter fairen Bedingungen arbeiten und Löhne gezahlt bekommen, die über dem kenianischen Durchschnittslohn liegen.

 

Heute gehören Flamingo Blumenfarm, die Siraji Blumenfarm am Mount Kenya sowie die Kingfisher Blumenfarm in Naivasha an. Rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren hier von den Fairtrade-Standards.

Durch die Mehreinnahmen der Fairtrade-Prämie konnten schon in vielen Bereichen Erfolge für die Beschäftigten erzielt werden. Hier einige Beispiele:

Transport
Busse transportieren die Beschäftigten von ihrem Wohnort zur Arbeit und nach Feierabend wieder zurück. Der Service ist für die Arbeiterinnen und Arbeiter kostenlos und oftmals die einzige Möglichkeit, da das öffentliche Verkehrsnetz nur unzureichend ausgebaut ist.

Medizinische Versorgung
Flamingo unterhält auch eigene medizinische Kliniken, bei denen sich die Beschäftigten im Falle von arbeitsbedingten Verletzungen kostenlos versorgen lassen können. Bei anderen Erkrankungen erhalten sie eine kostenlose Beratung und Medikamente zu stark reduzierten Preisen. Zudem bieten die Kliniken Beratungen zu Familienplanung und HIV an.

Bildung
Insgesamt drei Schulen hat Flamingo im Laufe der letzten Jahre gebaut, die vom Unternehmen geleitet und finanziert werden. Zusätzlich bezahlt Finlays die Lehrer und Unterrichtsmaterialien - für die eigenen als auch für einige staatliche Schulen.

Biologischer Pflanzenschutz
Auf der Fairtrade-zertifizierten Farm Kingfisher befindet sich auch das größte biologische Pflanzenschutzunternehmen in Afrika. Hier werden Insekten ("Nützlinge") gezüchtet, die andere Insekten (Schädlinge) natürlich bekämpfen. Auf diese Weise wurde der Einsatz von Pestiziden bei Kingerfisher inzwischen auf Null reduziert und Nachhaltigkeit gefördert.

Am Naivashasee, der für sein empfindliches und artenreiches Ökosystem bekannt ist, bewerteten Experten der Universität Leicester das Wassermanagement und die internen Filtersysteme der Fairtrade-Blumenfarmen als führend in der Region.

 

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