Die Blumenfarm Waridi in Kenia

Seit über 20 Jahren produziert die Waridi Blumenfarm Rosen für den europäischen Markt. Etwa 30 Kilometer südlich von Nairobi gelegen, tragen die rund 450 Beschäftigten der Farm dafür Sorge, dass aus den kleinen Setzlingen große, bunte Stielrosen werden. Nach der Ernte werden die Fairtrade-Rosen frisch verpackt per Flugzeug nach Europa transportiert.


Ort/Land
Nairobi, Kenia KE

FLO-ID
3788

Organisationsform
Plantage

Fläche
78.50 ha

Gründung
1987

Zertifizierung
2005

Arbeiterinnen / Arbeiter
438

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Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Infrastruktur:
Bau einer Fussgängerbrücke über den Athi-Fluss. So müssen die Arbeiterinnen und Arbeiter während der Regenzeit nicht mehr einen beschwerlichen Umweg machen.

Gesundheit:
Kostenlose Verteilung von Moskitonetzen an alle Beschäftigten und ihre Familien zum Schutz vor Malaria.

Umwelt:
Aufbau einer Baumschule. Die verschiedenen Bäume können für medizinische Zwecke, zum Hausbau und im Falle von Obstbäumen als zusätzliche Nahrungsquelle eingesetzt werden.

Bildung:
Bau eines Klassenzimmers für die örtliche Schule.

 

Die Fairtrade-Zertifizierung garantiert der Warandi Blumenfarm ein geregeltes Einkommen für ihre Arbeiter und Arbeiterinnen. Davon profitieren die Beschäftigen der Farm ganz direkt: Zum einen erhalten sie angemessene Löhne und genießen gerechtere Arbeitsbedingungen, zum anderen gibt es zusätzlich die Fairtrade-Prämie. Rund zehn Prozent des Verkaufspreises vor Ort gehen als Fairtrade-Prämie komplett zurück an Projekte für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Organisiert wird die Verteilung der Mehreinnahmen aus den Prämien über das sogenannte Fairtrade-Prämien-Komitee - eine Vertretung der Arbeiterinnen und Arbeiter.

 

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Die "Waridi Joint Self Help Group" - so heißt das Fairtrade-Prämien-Komitee bei Waridi - ist ein von den Rosenarbeiterinnen und -arbeitern demokratisch gewählter Ausschuss. Dort wird bestimmt, in welche Projekte die Gelder aus der Fairtrade-Prämie fließen. Die folgenden Projekte konnten bereits in den letzten Jahren verwirklicht werden:

Brückenprojekt
Gerade während der Regenzeit sind viele Straßen in der Gegend um den Athi-Fluss unzugänglich. Nicht nur die Beschäftigten von Waridi profitieren heute von der neugebauten Brücke. Auch ihre Kinder gelangen nun problemlos zu ihren Schulen.

Moskito-Netz-Projekt
Malariaerkrankungen sind immer noch ein großes Problem in Kenia. Ziel dieses Projekts war die Verringerung von Malariainfektionen unter den Beschäftigten und ihren Familien. Alle Beschäftigten und ihre Familien erhielten Moskitonetze zum Schutz für die Nacht. Die Zahl der Infizierten ist seit dem stark rückläufig.

Baumschul-Projekt für Trockengebiete
Mit Geldern aus der Fairtrade-Prämie wurde auch eine Baumschule aufgebaut. Auf der Baumschule werden spezielle Bäume für den trockenen Feldwaldbau herangezogen. Sei es für medizinisch Zwecke, zum Hausbau oder als zusätzlich Nahrungsquelle im Falle von Obstbäumen - die Baumschule dient allen Beschäftigen auf unterschiedliche Art und Weise.

 

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