Die Blumenfarm Longonot Horticulture in Kenia

Seit 1986 im Blumenanbau aktiv, ist die Longonot Farm im Norden Kenias einer der erfahrensten Hersteller von Rosen. Heute produzieren rund 1000 Arbeiterinnen und Arbeiter auf 23 Hektar über 240 verschiedene Rosensorten. In modernen Gewächshäusern werden die Rosen gezüchtet und gepflegt, ehe sie für den Export nach Europa verpackt werden.


Ort/Land
Naivasha, Kenia KE

FLO-ID
2960

Organisationsform
Plantage

Fläche
400.00 ha

Gründung
1986

Zertifizierung
2005

Arbeiterinnen / Arbeiter
1028

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Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Soziale Projekte
Finanzierung von Krankenbetten für das örtliche Krankenhaus, Malaria-Aufklärungskampagne für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Verteilaktion von kostenlosen Moskito-Netzen.
Unterstützung der obdachlosen Bevölkerung mit Kleidung und Nahrungsmitteln nach den Unruhen im Frühjahr 2008

Bildung
Computer-, Fahr- und Schneiderkursen für die Mitarbeiter. Ausstattung der Schule mit Schulbüchern und finanzielle Unterstützung für den Besuch der Oberschule für Schüler mit guten Noten.

Umweltprojekte
Versorgung der lokalen Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser dank dem Bau eines Brunnens.

 

Longonont Horticulture Limited beweist, dass profitables Wirtschaften und sozialverantwortliches Handeln gegenüber den eigenen Beschäftigten möglich ist. Longononts Ziel ist es, eine gesunde Balance zwischen der sozialen und ökonomischen Förderung seiner Arbeiterinnen und Arbeiter und dem eigenen Wachstum herzustellen. Daher lies sich die Rosenfarm 2005 von FLO-CERT nach den Fairtrade-Standards zertifizieren.

Teil der Zertifizierung war die Gründung eines Fairtrade-Prämien-Komitees, einer Art demokratisch gewählten Arbeitervertretung aus Beschäftigten und Management. Dieses Fairtrade-Prämien-Komitee, wie die Mehreinnahmen aus der Fairtrade-Prämie eingesetzt werden. Vielfältige Projekte konnten durch diese Prämie im Laufe der letzten Jahre verwirklicht werden:

 

Prämienstory
Ein Teil der Fairtrade-Prämie wird dazu genutzt Bildungsangebote und Schulungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter zu finanzieren. Die Schulungen sind darauf ausgelegt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit neuen Fähigkeiten vertraut zu machen, um mit den neu erlernten Fähigkeiten das persönliche Einkommen durch Beförderungen innerhalb des Betriebs zu maximieren.

Bisher haben bereits um die 1000 Angestellte von diesem Projekt profitieren können. Des Weiteren werden die Kinder der Angestellten bei ihrer Schulbildung mit Hilfe von Stipendien unterstützt, indem zum Beispiel die Schulgebühren vollständig bezahlt werden. Eine von der Fairtrade-Prämie finanzierte Kindertagesstätte ermöglicht es den Arbeiterinnen und Arbeitern der Kooperative ihrem Beruf dauerhaft nachzugehen und ihre Kinder in professioneller Obhut zu wissen, da sie von geschultem Personal betreut werden.

 

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Das "Workers‘ Housing Project" wurde im Jahre 2011 vorgestellt und zielt darauf ab Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei zu unterstützen, Land und Anbauflächen zu erwerben. Durch den Einsatz der Fairtrade-Prämie werden größere Flächen Land erworben, unterteilt und an die MitarbeiterInnen erschwinglich weiterverkauft. Seit der Implementierung des Projekts haben bisher mindestens 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von diesem Projekt profitiert.

Das "Posho Mill Project", ein Mühlenprojekt, dient dazu, eine dauerhafte und erschwingliche Nahrungsquelle für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihren Familien zu bieten, da Maismehl in der Region eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, aber teilweise sehr kostenintensiv ist. Das Projekt deckt den Prozess der Maisernte ab, das Trocknen und Mahlen der Maiskörner, sowie den anschließenden Verkauf des Maismehls an die MitarbeiterInnen zu einem erschwinglicheren Preis als auf den lokalen Märkten.

Ein Gemeinschaftskocher-Projekt dient dazu, die Arbeitsgemeinschaft mit Energie zum Kochen zu versorgen. Zunächst werden Abfälle gesammelt und verbrannt, sodass aus der erzeugten Energie Hitze zum Kochen entsteht, die von den MitarbeiterInnen genutzt werden kann.

 

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Ein weiteres Projekt, das von der Fairtrade-Prämie finanziert wird, ist eine Baumschule, die tausende Setzlinge verschiedener Baumarten heranzieht und anschließend in umliegenden Städten verpflanzt um die Umwelt nachhaltig zu schützen und die Biodiversität im Umland aufrechtzuerhalten.

Desweiteren wird mit der Fairtrade-Prämie ein Projekt für Waisenkinder unterstützt. Hier wurde ein Gewächshaus gebaut, in dem Obst und Gemüse gepflanzt und geerntet wird. Die Kinder und MitarbeiterInnen des Waisenhauses sind so unabhängig von Lebensmittelknappheit bzw. können ihren Ernteüberschuss auch auf lokalen Märkten verkaufen und so ihre finanzielle Situation verbessern.

 

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