Die Blumenfarm Inversiones Ponte Tresa in Ecuador

Die Kooperative Inversiones Ponte Tresa befindet sich im Kanton Cayambe, nahe der ecuadorianischen Hauptstadt Quito. Seit den 1990er Jahren hat das Gebiet um Quito ein deutliches Bevölkerungswachstum erfahren, die Haciendas im Kanton sind zu einem der weltweit größten Anbaugebiete von Rosen geworden.


Ort/Land
Cayambe, Ecuador EC

FLO-ID
4509

Organisationsform
Plantage

Fläche
85.00 ha

Gründung
1991

Zertifizierung
2003

Arbeiterinnen / Arbeiter
147

Blumenfarmerin Ecuador Ponte Tresa

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Stipendien und Computerkurse für Arbeiterinnen und Arbeiter und deren Kinder ausbezahlt

Mikrokredite zur Förderung der Geschäftstätigkeit von Frauen

Mikrokredite in der Höhe bis zu USD 500 für Hausbau und für neue Geschäftsgründungen

Krankenversicherung und medizinische Versorgung

 

Der faire Handel bietet uns Hilfe zur Selbsthilfe: Durch die Arbeit im Prämienverwendungskomitee und der Verwaltung der Prämiengelder verfügen wir über mehr Selbstvertrauen, Verhandlungsgeschick, Präsentationstechniken und die Fähigkeit, Projekte professionell und effizient zu planen und durchzuführen.

Adriana Sandoval, Mitglied des Prämienverwendungskomitees von Ponte Tresa, Ecuador

Die Blumenfarm Inversiones Ponte Tresa erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 85 ha, insgesamt sind rund 147 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Aufzucht der Rosen beschäftigt. Die Bodenbeschaffenheit sowie die hohe Anzahl an Sonnenstunden - im Durchschnitt 12 pro Tag - bieten die perfekten Bedingungen, um Rosen zu züchten, die die hohen qualitativen Ansprüche der Abnehmerinnen und Abnehmer in den USA und Europa erfüllen.

Die Organisation Ponte Tresa wurde 1991 ins Leben gerufen und ist seit 2003 Mitglied im Fairtrade-System, wodurch sich die soziale Entwicklung der Arbeiterinnen und Arbeitern wesentlich verbessert hat. Auf der Blumenfarm gibt es seit der Fairtrade-Zertifizierung ein Workers Committee, das regelmäßige Treffen zwischen den Arbeiterinnen und Arbeitern mit dem Management ermöglicht. Außerdem gibt es seit 2004 auf Ponte Tresa einen Manager für Human Resources - dieser verfolgt das Ziel, die Arbeitsatmosphäre und Beziehung zwischen dem Management und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verbessern.

 

Teaserbild

Aus der Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Aus Mitteln der Fairtrade-Prämie konnten bereits mehrere wertvolle Projekte zugunsten der Gemeinschaft umgesetzt werden. Im Bereich Bildung konnten 74 Stipendien an Arbeiterinnen und Arbeitern sowie deren Kinder ausbezahlt werden. Zusätzlich wurde eine Lehrperson eingestellt, die Computerkurse erteilt.

Auch in der Gesundheitsförderung konnten wesentliche Verbesserungen erzielt werden. So gibt es eine eigene Krankenversicherung und medizinische Versorgung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien.

Mit Hilfe von Mikrokreditprogrammen wurden Frauen ermutigt, ein eigenes Unternehmen oder kleines Geschäft zu gründen. Bis heute haben bereits 26 Frauen dieses Angebot angenommen. Das Fairtrade-Prämien-Komitee bietet außerdem Kredite in der Höhe von bis zu 500 US Dollar an, die hauptsächlich in den Hausbau investiert werden.

 

Mutter mit Kind auf der Kooperative Ponte Tresa
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