Die Blumenfarm Bigot Flowers in Kenia

Am Naivashasee, etwa 80 Kilometer von Nairobi gelegen, hat sich Bigot Flowers auf die Produktion von Stielrosen spezialisiert.

Die Rosen wachsen in modernen Gewächshäusern mit Tropfbewässerung zur Reduzierung des Wasserverbrauchs.
Nach der Ernte werden die Fairtrade-Rosen frisch verpackt per Flugzeug nach Europa transportiert.


Ort/Land
Naivasha, Kenia KE

FLO-ID
19513

Organisationsform
Plantage

Fläche
48.00 ha

Gründung
2002

Zertifizierung
2008

Arbeiterinnen / Arbeiter
1000

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Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Bildung:
- Bau einer Toilettenanlage und Anschaffung von 150 Unterrichtstischen und Stühlen für die örtliche Grundschule
- Weiterbildungsmassnahmen für die Angestellten, wie etwa Computer- und Nähkurse
- Stipendien-Fonds zur Finanzierung des Schulbesuchs für Kinder aus mittellosen Familien

Gesundheit:
- Verteilung von Moskitonetzen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Schutz vor Malaria sowie Impfungen gegen Typhus, Hepatitis B und Cholera

 

"Auf unserer Blumenfarm wurden Moskitonetze für uns und unsere Familien gekauft. Selbst konnten wir uns keine leisten, mein Baby und ich mussten wegen Malaria behandelt werden. Seit wir durch Fairtrade Moskitonetze erhalten haben, müssen wir viel seltener ins Spital."

Mary WambuiArbeiterin der Blumenfarm Bigot

Bigot Flowers Limited startete 2002 mit der Produktion von Rosen. Als sich die kenianische Blumenfarm 2008 von Fairtrade zertifizieren ließ, brachte dies viele positive Veränderungen mit sich: Neue Absatzmärkte in Europa taten sich auf und die Belegschaft wuchs in kurzer Zeit auf mittlerweile über 1.000 Arbeiterinnen und Arbeiter. Und gerade sie sind es, die in der ansonsten wirtschaftlich armen Region um den Naivashassee von den Veränderungen profitieren. Zum einen erhalten die Beschäftigten heute angemessene Löhne und genießen gerechtere Arbeitsbedingungen, zum anderen gibt es zusätzlich die Fairtrade-Prämie. Zehn Prozent des Verkaufspreises vor Ort gehen als Fairtrade-Prämie komplett zurück an Projekte für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Die Verteilung der Mehreinnahmen organisiert ein demokratisch gewählter Ausschuss von Beschäftigten und Vertretern des Managements, die Bigot Self Help Group.

Unter anderem konnten alleine im ersten Jahr nach der Fairtrade-Zertifizierung folgende Projekte verwirklicht werden:

  • Toiletten und Tische für die Karai Grundschule
    Die Bigot Self Help Group selbst baute eine Toilettenanlage für
    die Karai Grundschule. Das Geld für die Materialien stammte aus
    der Fairtrade-Prämie. Zusätzlich nutzte der Ausschuss die Fairtrade-Prämie für die Anschaffung von 150 Unterrichtstischen und Stühlen.


  • Anschaffung von Moskito-Netzen
    Malaria ist nach wie vor eine der gefährlichsten Krankheiten in der Region. Zum Schutz der Belegschaft und ihrer Familien spendete die Bigot Self Help Group Netze um sie vor Moskitostich zu schützen.


  • Impfungen
    Die Belegschaftsvertretung sorgte dafür, dass alle Arbeiterinnen und Arbeiter geimpft werden - gegen Typhus und Hepatitis B genauso wie gegen Cholera.

 

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Neben diesen abgeschlossenen Projekten, stellt die Bigot Self Help Group viele weitere Angebote auf die Beine:

  • Weiterbildungsmaßnahmen für die Angestellten, wie etwa Computer- und Nähkurse.

  • Stipendien-Fonds zur Finanzierung des Schulbesuchs für Kinder aus mittellosen Familien

  • Gemüsegarten für die gemeinsame Nutzung

 

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