Fairtrade-Honig

So funktioniert der faire Handel

Sandri Lizeth Garcia Herrera, Fairtrade-Imkerin aus Guatemala

Für viele Kleinbauernfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika ist Honig ein wichtiges Nebenprodukt. Durch den Verkauf von Honig können sie - neben der Produktion anderer Agrarprodukte - ihr Einkommen verbessern. Dabei sind sie jedoch häufig abhängig von Zwischenhändlern, die den Bauernfamilien nur einen Bruchteil des eigentlichen Marktwertes auszahlen.

Produktinfos Schweiz

  • Lancierung: 1993
  • Herkunft: Chile, Guatemala, Mexiko, Nicaragua
  • Absatz: 330 t (2016) - Absatzentwicklung
  • Marktanteil: 7% (Detailhandel geschätzt)
  • Bioanteil: 2%

Fairtrade-Honig

Alles Wissenswerte über Fairtrade-Honig auf einen Blick.

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Die Fairtrade-Standards

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Herausforderungen

  • Seit einigen Jahren sterben weltweit die Bienenvölker. Eine einheitliche Ursache ist nicht auszumachen. Je nach Region hat der Rückgang der Bienenpopulation andere Gründe.
  • Honig wird nicht an der Börse gehandelt. Eine Folge des Bienensterbens ist, dass die Marktpreise für Honig schwanken. Hinzu kommt, dass viele Bienenzüchter-Familien vor grossen Problemen stehen: Sie leben in abgeschiedenen Gebieten ohne Zugang zu Marktinformation und weit ab von Städten und Transportwegen.

    Warum Fairtrade den Unterschied macht

    Honig ist ein Produkt, das kleinbäuerliche Produzentenorganisationen zusätzlich anbieten. Diese betreiben die Imkerei als überlebensnotwendigen Zusatzerwerb und vermarkten ihren Honig über Fairtrade-Kooperativen.

    Imkerfamilien stärken

    Fairtrade gibt den Bienenzüchtern und ihren Familien eine Sicherheit, und hilft ihnen dabei, dass sie ihren Honig zu festen Mindestpreisen am Weltmarkt verkaufen können. Die Bienenzüchter-Organisationen werden direkt mit den Fairtrade-Käufern in Kontakt gebracht. Dadurch fallen Zwischenhändler weg und die Handelswege verkürzen sich.

    In die Zukunft investieren

    Zusätzlich zum Einkaufspreis wird eine Fairtrade-Prämie bezahlt. Diese muss von den Bienenzüchter-Organisationen für soziale, ökologisch und ökonomische Investitionen verwendet werden. Zum Beispiel für Bildungsprojekte, Gesundheitsvorsorge, Werkzeuge oder Kredite für die Mitglieder der Kooperative.

    Umwelt schonen

    Die Fairtrade-Umweltstandards beschränken den Einsatz von Agro-Chemikalien, verbieten genmanipulierte Pflanzen und fördern eine nachhaltige Produktion. So werden die Imkerinnen und Imker in Lateinamerika im Kampf gegen Gentechnik unterstützt.