Fairtrade-Fruchtsaft

So funktioniert der faire Handel

Der weltweit meist getrunkene Fruchtsaft ist der Orangensaft. Geerntet werden die Saftorangen vor allem in Brasilien. 55 Millionen Liter Orangensaft werden jährlich in der Schweiz verkauft, d.h. ca. 7 Liter pro Einwohner. Das Geschäft mit Orangensaftkonzentrat liegt in den Händen weniger Grosskonzerne, die den Preis für die Orangen oft unter die Produktionskosten drücken.

Produktinfos Schweiz

  • Lancierung: 1999
  • Herkunft: Brasilien, Kuba, Ägypten, Mexico, Südafrika, Ghana, Chile, Costa Rica, Thailand, Indien, Ecuador, Madagaskar, Äthiopien, Sri Lanka, Sierra Leone
  • Absatz: 23 Mio. Liter (2015) - Absatzentwicklung
  • Marktanteil: 26% (Detailhandel geschätzt)

Factsheet

Fairtrade-Orangensaft

Alles Wissenswerte über Fairtrade-Orangensaft auf einen Blick.

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Die Orangenbauern

Erfahren Sie woher Fairtrade-Orangensaft kommt und lernen Sie die Menschen hinter dem Produkt kennen.

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Die Fairtrade-Standards

Ökonomisch - Ökologisch - Sozial: Regelwerk des fairen Handels.

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Herausforderungen

  • Die Arbeit auf Orangen-Plantagen ist hart und gefährlich, die Arbeitsbedingungen prekär. Die Löhne sind oft unter dem Mindestlohn, gearbeitet wird 10 bis 11 Stunden täglich, und eine gewerkschaftliche Organisation wird nicht gestattet.
  • Die zunehmende Marktkonzentration drückt den Orangenpreis unter die Produktionskosten. Die Saftherstellung liegt zu 50 Prozent in der Hand von drei multinationalen Konzernen. Diese Konzerne monopolisieren den Saftmarkt, sprechen Preise ab und beherrschen damit die Zitrusfrüchteproduktion. 
  • Grossplantagen verdrängen kleinbäuerliche Betriebe

    Warum Fairtrade den Unterschied macht

    Fairtrade ist ein alternativer Ansatz zum konventionellen Handel. Im Mittelpunkt stehen die Kleinbauernkooperativen und Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen, welche die Saftorangen ernten.

    Geregelte Arbeitsbedingungen auf Plantagen

    Auf Plantagen sind die Arbeitsbedingungen im Standard für lohnabhängig Beschäftigte genau definiert. Die vorgeschriebenen Sozialanforderungen basieren auf den Richtlinien der International Labor Organization (ILO) und beinhalten Vorgaben wie das Verbot von Zwangs- und ausbeuterischer Kinderarbeit, die Zulassung einer eigenständigen und unabhängigien Vertretung der Beschäftigten und ein Diskriminierungsverbot. Um Verletzungen zu vermeiden, müssen Massnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Sicherheit der Arbeiterinnen und Arbeiter vorhanden sein.

    Selbstbestimmung durch die Fairtrade-Prämie

    Fairtrade-Orangenkooperativen sind demokratisch organisiert. Sie erhalten die Fairtrade-Prämie für Projekte, die der sozialen, wirtschaftlichen oder ökonomischen Entwicklung der Gemeinschaft dienen. Auf den Plantagen wird ein Fairtrade-Prämienkomitee demokratisch gewählt, das aus Arbeiterinnen und Arbeitern besteht. Die Fairtrade-Prämie ermöglicht Projekte wie den Bau einer Schule oder eines Krankenhauses, die Finanzierung der Ausbildung der Kinder sowie Investitionen in die Verbesserung der Qualität und Produktivität der Orangen.

    Umweltstandards stellen die Menschen in den Mittelpunkt

    Durch Fairtrade-Standards zu den Themen Abfallmanagement, Boden- und Wasserschutz, Schutz der biologischen Vielfalt, Verbot gentechnisch modifizierten Saatguts, Verbot gefährlicher Pestizide etc. wird die Umwelt geschützt. Der Schutz des Menschen steht dabei im Vordergrund.

    Zugang zu Beratung

    In den Anbauländern bieten Beraterinnen und Berater der Fairtrade-Produzentennetzwerke  Trainings und Beratung an. Ziel ist es, neue Produzentinnen und Produzenten über Fairtrade zu informieren und bestehende Produzentengruppen bei der Einhaltung der Standards und beim Aufbau von Managementkapazitäten zu unterstützen. Auch Kontakte zu lokalen NGOs werden aufgebaut.