Weshalb Fairtrade-Rosen weniger CO2 verursachen

Für 800 Millionen Franken werden jedes Jahr in der Schweiz Blumen verkauft. Das ist Weltrekord. Die beliebtesten Blumen sind die Rosen. Von ihnen tragen rund die Hälfte das Label von Fairtrade Max Havelaar. Was die wenigsten wissen: Diese belasten die Umwelt deutlich weniger als Blumen aus Gewächshäusern.

Von Frühling bis Sommer - In der Schweiz dauert die Saison für Rosen nur wenige Monate. Die Nachfrage nach Schnittblumen ist aber das ganze Jahr gross. Insbesondere am 14. Februar, dem Valentinstag. Ausserhalb der warmen Jahreszeit wachsen Schnittblumen in der Schweiz nur in beheizten, beleuchteten und bewässerten Gewächshäusern.

Die Anbaugebiete der Schnittblumen in Ostafrika und Südamerika sind alle rund um den Äquator, wo das ganze Jahr über ein gleichmässig mildes und ideales Klima herrscht und somit ideale Bedingungen für den Anbau ohne Beheizung und künstliche Beleuchtung. Studien, wie diejenige von Quantis 2016, belegen deshalb, dass weniger CO2 verbraucht wird, wenn die Rosen beispielsweise in Ostafrika angebaut und nach Europa geflogen werden, als wenn diese in beheizten Gewächshäusern hierzulande wachsen. Nur in den Sommermonaten schneidet der lokale Anbau der Rosen besser ab.

Wer Wert auf Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen legt, sollte beim Kauf von Blumen auf das Label von Fairtrade Max Havelaar besonders achten. Fairtrade führt zu geregelten Arbeitsbedingungen und verbessertem Gesundheitsschutz für die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Blumenfarmen. Dazu gehören feste Arbeitsverträge und klare Arbeitszeitregelungen. Ausserdem gelten Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit.

Darüber hinaus können die Arbeiterinnen und Arbeiter mit der Fairtrade-Prämie eigene Projekte realisieren, die der ganzen Gemeinschaft zugutekommen. Die Fairtrade-Prämie beträgt 10 Prozent des Exportwertes und kommt direkt den Beschäftigten zugute. Die Arbeiterinnen und Arbeiter entscheiden selbständig über deren Einsatz. Dies stärkt die Verantwortung, und die Projekte kommen der ganzen Gemeinschaft zugute, zum Beispiel Schulbildung für Kinder und bessere Wasserversorgung.

Die Hälfte der Beschäftigten auf den Blumenfarmen sind Frauen. Fairtrade setzt sich für die gleichberechtigte und aktive Beteiligung von Frauen in Komitees sowie in Führungspositionen ein und stärkt sie auch wirtschaftlich. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Mutterschutz: Frauen dürfen nicht entlassen werden, weil sie schwanger sind.

Weitere Informationen zu den Fairtrade-Blumen:
www.maxhavelaar.ch/blumen