Rio de Janeiro ist Fairtrade-Town

Gestern gab es neben den sportlichen Ehrungen einen goldenen Moment für die Olympiastadt Rio de Janeiro. Die Stadt wurde für ihr Engagement zum fairen Handel als Fairtrade-Town ausgezeichnet.

Im Rahmen der Olympischen Spiele wurde der Stadt Rio de Janeiro in feierlichem Rahmen der Titel Fairtrade-Town verliehen. Franklin Dias Coelho, Stadtrat für Wirtschaft und Soziales, nahm die Urkunde von Fairtrade Brasilien entgegen und freute sich über die Auszeichnung. „Rio de Janeiro ist nun Teil des Netzwerkes von rund 2.000 Fairtrade-Towns in 28 Ländern weltweit. Gemeinsam engagieren sich die Kommune für mehr fairen Handel und schaffen Bewusstsein für die benachteiligten Kleinbauernfamilien im globalen Süden“, so Franklin Dias Coelho.

Rio de Janeiro ist die zweite Fairtrade-Stadt in Brasilien. Im Jahr 2012 erhielt Pocos de Calda im Südwesten Brasilien die Auszeichnung. Der faire Handel liegt in Brasilien im Trend und neben dem  zivilgesellschaftlichen Engagement wächst auch das Sortiment an Fairtrade-Produkten. In über 200 Geschäften erhalten Konsumentinnen und Konsumenten unterem anderem Acai-Beeren und Limetten sowie Honig und Kaffee aus fairem Handel. Viele der Produkte werden lokal von Fairtrade-zertifizierten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern angebaut und auf dem heimischen Markt verkauft. Während der Olympischen Spiele wird Kaffee der Fairtrade-zertifizierten Kooperative Minais Gerais ausgeschenkt.

Angestossen auf den Titel Fairtrade-Town wurde landestypisch mit Caipirinhas mit Fairtrade-Limetten von brasilianischen Produzenten. Wir sagen herzlichen Glückwunsch und freuen uns über den Zuwachs bei den Fairtrade-Towns.