Unsere Geschichte

25 Jahre Max Havelaar

1992
Die Gründung

Im Jahr 1992 gründen sechs Schweizer Hilfswerke zusammen mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) die Max Havelaar-Stiftung und führen das Label für fairen Handel ein. Das erste Produkt, Max Havelaar-Kaffee, war ein voller Erfolg und übertraf die Erwartungen: In nur neun Monaten wurde in der Schweiz eine Million Kilogramm gerösteter Kaffee mit dem Max Havelaar-Gütesiegel verkauft. Wie alles begann

 

 

"Hinter dem Max Havelaar-Gütezeichen stehen Tausende von Kaffeebauern, die bisher von Zwischenhändlern und Exporteuren ausgebeutet wurden. Ich möchte ausdrücklich festhalten, dass wir dank Max Havelaar einen gerechten Preis für unsere Arbeit erhalten." - Crecencio Mixtún García, Kaffeebauer aus Guatemala

In den ersten neun Monaten erhielten Kleinbauern aus dem schweizerischen Max Havelaar-Kaffeeverkauft 5 Millionen Franken. Das entspricht einem Mehrerlös von 2.5 Millionen Franken gegenüber dem Weltmarktpreis.

1993
Honig folgt auf Kaffee

Honig wird zum zweiten Max Havelaar-zertifizierten Produkt in der Schweiz. Zudem wird ein Meilenstein in der Geschichte der Gütesiegel-Initiativen des fairen Handels gesetzt: Die bis dahin lose praktizierte Zusammenarbeit im Kaffeebereich wird vertraglich ratifiziert. Die verschiedenen Fairtrade-Organisationen verpflichten sich zu gleichen Auswahlkriterien, einer gemeinsamen Produzenten-Kommission, gleichen Mindestpreisen und Handelsbedingungen. Mehr zum Honig.

Die zehn verschiedenen Honigsorten erhältlich im Schweizer Detailhandel stammen aus vier Ländern (Chile, Guatemala, Mexiko, Uruguay). Der Mehrerlös für Kleinbauern beträgt ca. 40 Rappen pro 500 Gramm, das sind mind. 60% mehr als auf dem Weltmarkt für Honig aus Lateinamerika bezahlt wird. Im ersten Jahr sind bereits zehn Vertragspartner ins Honig-Produzentenregister eingetragen. Diese Vertragspartner sind mehrheitlich Genossenschaften, welche weit über 100'000 Bauernfamilien vertreten.

1994
Fairtrade-Schoggi

Neben dem Kaffee ist auch die Schokolade eine Erfolgsstory, bereits 14 verschiedene Schokoladentafeln mit dem Label für fairen Handel sind erhältlich. Die Stiftung arbeitet mittlerweile mit 80 Vertragspartnern in 20 Produktionsländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens zusammen. Mit der Lancierung von Schokolade hat die Stiftung bereits das dritte Produkt mit dem Max Havelaar-Gütesiegel ausgezeichnet.

Der Anbau von Kakao ist eine typische Domäne von Kleinbauern in Lateinamerika und Westafrika. Für den fairen Handel mit diesem Produkt arbeitet Fairtrade Max Havelaar vorerst mit Produzentenorganisationen aus Südamerika (Bolivien, Ecuador) und Afrika (Ghana und Sierra Leone). Der Schwerpunkt unserer Zusammenarbeit verschiebt sich mit dem Kakao erstmals nach Afrika.

1995
Schweiz ist Nr. 1

Die Schweiz ist im fairen Handel europaweit führend. In keinem anderen Land ist ein ähnlich breites Angebot an fairen Produkten erhältlich. Der Pro-Kopf-Umsatz ist fünfmal höher als in Deutschland und in ganz Europa der höchste. Neu im Sortiment der Produkte mit dem Max Havelaar-Gütesiegel sind 15 Teesorten, offen und in Beuteln. Mehr zum Tee.

Tee muss unmittelbar nach dem Pflücken verarbeitet werden. Fast ausschliesslich Plantagen mit hohen Produktionsvolumen verfügen über die nötige Infrastruktur. Um diesen Gegebenheiten gerecht zu werden, wird das bisherige Kleinbauernkonzept auf Plantagenangestellte ausgeweitet. Folglich profitieren auch Pflückerinnen und Arbeiter auf Plantagen vom fairen Handel.

1996
Der Tee mundet

Die wirtschaftliche Situation in der Schweiz ist geprägt durch rückläufiges Konsumverhalten. Trotz der wirtschaftlichen Stagnation ist der Max Havelaar-Tee gut gestartet und hat bereits einen Marktanteil von 2.3 Prozent. In Holland werden in diesem Jahr Bananen mit dem Max Havelaar-Label eingeführt, in der Schweiz sind sie in Planung.

Bisher hat Max Havelaar das Schwergewicht auf kostendeckende Mindestpreise und die Verbesserung der sozialen Bedingungen zugunsten von Kleinbauern gelegt. Wachsende Umweltprobleme (Abholzung, Erosion, Wassermangel ...) in den Produktionsländern sowie die das Angebot übersteigende Nachfrage nach Bio-Produkten in Industrieländern, haben die Label-Organisationen veranlasst, diesbezüglich ihre Politik anzupassen. Zusammen mit den Produzenten und Umweltorganisationen werden deshalb Öko-Mindestanforderungen erarbeitet.

1997
Keine krummen Sachen!

Neben Äpfeln gehören Bananen zu den beliebtesten Früchten von Herr und Frau Schweizer. Die Markteinführung der Max Havelaar-Banane ist daher ein wichtiger Schritt für den fairen Handel. Innert neun Monaten erreicht sie bereits einen Marktanteil von 12 Prozent. Mehr zu den Fairtrade-Bananen.
Zur gleichen Zeit wird FLO (Fairtrade Labelling Organizations International) aufgebaut, die Dachorganisation der nationalen Fairtrade-Labelinitiativen.

"Die Max Havelaar-Idee hat uns überzeugt. Wir haben uns organisiert, um gemeinsam stärker zu werden und um nicht mehr in der erniedrigenden Abhängigkeit von der Nachfrage nach Bananen und den entsprechenden Mengenzuteilungen durch Exporteure und lokale Zwischenhändler zu leben." - Mauricio Cambisaca, Bananenbauer aus Ecuador

1998
Gut im Saft

Das jüngste Produkt in der Palette ist der Orangensaft. Erfreulich ist auch, dass neben Universitäten nun auch Caterer (z.B. SV-Service) und Grosskonzerne in der Mitarbeiterverpflegung (z.B. Novartis) immer mehr Max Havelaar-Produkte führen.

1998 war ein schwieriges Jahr für die Produzenten. Das Klimaphänomen El Niño hat bei den ecuadorianischen "Bananeros" verheerende Schäden angerichtet. Ganze Pflanzungen wurden zerstört, viele Früchte konnten aufgrund mangelnder Qualität nicht mehr exportiert werden. Auch Kakaoernten in Ecuador wurden vernichtet. Die höheren Preise des fairen Handels sind in solchen Notsituationen für die Kleinbauern ganz besonders wichtig.

1999
Nachhaltigkeit ist gefragt

Lebensmittel in Bioqualität liegen im Trend. Immer mehr Konsumenten wollen sie, immer mehr Partnerorganisationen von Max Havelaar liefern sie. Und dies nicht nur, weil der Markt es fordert, sondern weil speziell bei den Kleinbauern das Bewusstsein für den Wert einer gesunden Umwelt wächst.

Eine Bio-Umstellung kostet aber viel Zeit und verursacht oft beträchtliche Kosten. Viele Partner von Max Havelaar können sich eine Umstellung nur dann leisten, wenn sie über längere Zeit ihre Rohstoffe zu vorteilhaften Fairtrade-Konditionen absetzen können.

2000
Arm und Reich

Im Jahr 2000 leben rund sechs Milliarden Menschen auf der Erde: 20 Prozent in den Industrienationen, 80 Prozent in den Entwicklungsländern. 80 Prozent des Reichtums hingegen gehören den Industrienationen. Fairtrade engagiert sich dafür, dass nachhaltiges Wachstum auf Fairness basiert, und die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch weiter vertieft wird.

Die Weltmarktpreise für verschiedene Produkte geraten im Jahr 2000 unter massiven Druck. Für Kaffee, Bananen, Zucker, Orangensaftkonzentrat und Kakao werden Preise bezahlt, die nicht einmal die Produktionskosten decken. Tausende Kleinbauern und Plantagenarbeiterinnen werden in den Ruin getrieben. Ein paar Rappen mehr für fair gehandelte Produkte können hier Gegensteuer geben.

2001
Neu: Fairtrade-Rosen!

Zusammen mit den Partnern Blume3000, Coop, Migros und Volg gelingt Max Havelaar eine Pionierleistung. Die Schweiz ist weltweit das erste Land, das Fairtrade-Rosen auf dem Markt anbietet. Im selben Jahr erwirtschaftet die Stiftung dank ausserordentlich hoher Verkäufe von Fairtrade-zertifizierten Produkten erstmals einen Überschuss. Damit arbeitet die Max Havelaar-Stiftung erstmals selbsttragend und von Fremdbeiträgen unabhängig.

Die Produzenten in den Ländern des Südens leiden stark unter den ruinös tefen Weltmarktpreisen, insbesondere für Kaffee, Kakao und Bananen. Umso wichtiger sind für sie die ausgezeichneten Verkaufsresultate, Anerkennung für die hohe Qualität  ihrer Produkte. Der anhaltende Preiszerfall an den grossen Kaffeebörsen bewirkt das erstmalige Unterschreiten der magischen Grenze von USD 0.50 pro Pfund Rohkaffee der hochwertigen Sorte Arabica.

2002
10. Geburtstag

Fairtrade Max Havelaar feiert das zehnjährige Jubiläum. Das gesetzte Ziel, die Idee und die Produkte des fairen Handels aus der Nische herauszuführen, wurde erreicht. Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung kennt das Gütesiegel. Neu werden Fairtrade-Trockenfrüchte und -Reis lanciert.

Im März kommt Reis aus Thailand mit dem Max Havelaar-Gütesiegel auf den Schweizer Markt. Der Export von Reis ist eine wichtige Einnahmequelle für Thailand. Die tiefen Weltmarktpreise für Langkornreis der letzten 15 Jahre haben jedoch viele Reisbauern in die Verschuldung geführt. Durch fairen Handel ist den Reisbauern ein sicheres Einkommen garantiert.

2003
süsse Früchte

Die zwei Neulinge im Max Havelaar-Früchtesortiment, Ananas und Mango, sind in ihrem ersten Jahr überzeugend gestartet. Die beiden exotischen Früchte legen einen wichtigen Grundbaustein für viele weitere Exoten, die noch kommen werden (von Avocado über Kokosnuss bis Zitrone).

Die Kaffeekrise dauert an und erzeugt in den Produktionsländern schwerwiegende Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit und Kinder, die nicht mehr in die Schule gehen können. Max Havelaar schafft es, in diesem stagnierenden Markt den Kaffeeabsatz zu erhöhen. Das Fairtrade-Konzept überzeugt immer mehr Marktteilnehmer und bewahrt die lizenzierten Produzenten vor weiteren Preiseinbrüchen. Bereits 800'000 Familien, also rund 5 Millionen Menschen, profitieren weltweit vom fairen Handel.

2004
Faire Bananen

Das Highlight des Jahres ist die Vollumstellung von Coop auf Max Havelaar-Bananen. Bei Coop gibt es seit Februar nur noch Bananen mit dem Max Havelaar-Gütesiegel im Angebot. Zudem haben einzelne Partner, wie etwa Manor, ihre Produktpalette erweitert. Seit einigen Jahren vermeldet Max Havelaar regelmässig zweistellige Wachstumsraten. Der Bekanntheitsgrad liegt mittlerweile bei 85 Prozent (gestützt).

"Früher lebte ich von der Holzkohleproduktion. Dafür mussten wir viel abholzen. Heute tun wir etwas für die Natur, indem wir Bio-Bananen zusammen mit Maniok, Mais, Papaya, Kochbananen und Futtergras anbauen." - Yoel Americo Tejada Mendez, Bananenproduzent aus der Dominikanischen Republik

2005
Anziehende Fairness

Neu ergänzen Baumwollprodukte das Max Havelaar-Sortiment. Der faire Handel hat in der Schweiz nun definitiv den Sprung aus der Nische heraus geschafft. Dies betrifft insbesondere die Bananen, welche in diesem Jahr einen Marktanteil von über 50 Prozent erreichen.

Seit 2001 hat sich die Zahl der durch FLO zertifizierten Produzentenorganisationen praktisch verdoppelt. Ende dieses Jahres sind bereits 510 Produzentenorganisationen aus über 50 Ländern gemäss den internationalen Standards des fairen Handels zertifiziert. Da die Organisationen zum Teil aus mehreren Hundert Produzenten bestehen, sind über eine Million Bauern und Arbeiterinnen in das Fairtrade-System eingebunden.

2006
Konsolidierung

2006 ist für die Max Havelaar-Stiftung ein Jahr der Veränderung. Mit einer neuen Organisationsstruktur werden die interne Qualitätssicherung und die Beziehungen zum Handel verstärkt. Die Zusammenarbeit mit dem Süden erfolgt in noch engerer Abstimmung mit der Fairtrade Labelling Organization (FLO).

Seit die Kaffee-Kooperative "Mejillones" Fairtrade-zertifiziert ist, hat sich ihre Situation verbessert: sie hat ein "beneficio" (Verarbeitungszentrum) erworben, Führungskräfte wurden ausgebildet, Projekte haben Gestalt angenommen und mehrere Produzenten konnten ihre Wohn- und Arbeitssituation verbessern.

2007
Fairtrade floriert

Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) ist nun bereits 15 Jahre alt. International werden in diesem Jahr so viele Fairtrade-Güter abgesetzt wie noch nie. Erstmals wird die 2 Milliarden Euro-Grenze überschritten. Gemessen am durchschnittlichen Pro-Kopf-Konsum ist Max Havelaar mit CHF 34.20 immer noch die erfolgreichste Labelorganisation.

Die gestiegene Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten in Indien und China, Ernteausfälle und Umweltschäden in verschiedenen Regionen, Börsenspekulationen sowie die Umorientierung der Landwirtschaft hin zu Agrotreibstoffen lassen die Preise für verschiedene Rohstoffe 2007 teils massiv ansteigen. Preisexplosionen sind für die Bevölkerung in armen Regionen verheerend. Je mehr Geld für Ernährung ausgegeben werden muss, desto weniger bleibt für Bildung und Gesundheit.

2008
Das neue Logo

Frisch und modern zeigt sich das neue Max Havelaar-Gütesiegel. Die grüne und blaue Fläche symbolisieren Süd und Nord oder auch Erde, Wasser und Luft. Im Mittelpunkt steht ein Mensch. Es kann eine Produzentin oder ein Konsument sein. Das Logo steht wie bisher für strenge soziale, ökologische und Handelsstandards sowie unabhängige Kontrolle.

Für viele Kleinbauern im Süden ist 2008 ein schwieriges Jahr. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Getreide, Reis, Milch und Speiseöl steigen weiter drastisch an. Familien müssen bis zu 80% ihres geringen Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben.

2009
Fairtrade Breakfast

Zum internationalen Tag des fairen Handels am ersten Samstag im Mai organisiert die Max Havelaar-Stiftung die erste Aktion „Fairtrade Breakfast“. Über 22‘000 Menschen beteiligen sich allein in der Schweiz an der Aktion, indem sie ein Fairtrade-Frühstück organisieren.

Der faire Handel wird in wirtschaftlich schwierigen Zeiten (Wirtschaftskrise) zu einem noch wichtigeren Motor für nachhaltige Entwicklung in den Ländern des Südens. Fairtrade-zertifizierte Bauernorganisationen im Süden sind oft besser organisiert als konventionelle Betriebe und sie treten selbstbewusster am Markt auf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Greenwich.

2010
gekocht wird fair

Mit einem Wachstum von über 10% hat der Umsatz von Fairtrade-zertifizierten Produkten in der Schweiz erstmals die Schwelle von CHF 300 Millionen überschritten. Dass man mit Fairtrade-Produkten auch auf höchstem Niveau kochen kann, zeigen verschiedene Spitzenköche auf, welche die Herbstaktion „Fair kochen“ unterstützen.

Weltweit gibt es erstmals mehr als 1‘000 Fairtrade-Produzentenorganisationen in 60 verschiedenen Ländern.

2011
Mehr Macht dem Süden

Im Oktober beschliesst die Generalversammlung von Fairtrade International (vorher: FLO), den Stimmenanteil der Produzentenvertreter auf 50% zu erhöhen. Mit dieser Organisationsstruktur ist Fairtrade unter den verschiedenen Nachhaltigkeitsinitiativen einzigartig.

Trotz hoher Rohstoffpreise hat sich die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern noch nicht erholt. Es sind weiterhin grosse Anstrengungen nötig, damit die Kleinbauern ein besseres und stabileres Einkommen haben.

2012
Über 2'000 Produkte

Die Resultate nach 20 Jahren Max Havelaar lassen sich sehen: Auf dem Schweizer Markt gibt es nun rund 2‘000 Fairtrade-Produkte. Neu mit dabei sind Milchgetränke mit Fairtrade-Zutaten sowie Orangen und Passionsfrüchte. Zudem können Fairtrade-Produkte in über 750 registrierten Gastronomiebetrieben und zahlreichen Personalrestaurants grosser Firmen genossen werden.

Anfang November 2012 findet in Addis Abeba das jährliche Treffen der afrikanischen Fairtrade-Produzentenorganisationen statt. Erstmals kommt es dabei zu einem grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch unter Arbeitervertretern zu zentralen Fairtrade-Themen. Damit wird ein deutliches Zeichen gesetzt für die Integration und Repräsentation der Arbeiterinnen und Arbeiter im Fairtrade-System.

 

 

 

2013
Rohstoff-Programme

Zusammen mit den Produzentennetzwerken sind neue Beschaffungsprogramme für Kakao, Baumwolle und Zucker entwickelt worden (Lancierung in der Schweiz: Januar 2014). Damit können neben den Endprodukten neu auch einzelne Zutaten zertifiziert werden. So können Produzenten grössere Volumen zu Fairtrade-Bedingungen absetzen. Mehr zu den Rohstoff-Programmen.

Fortin Bley ist Kakaobauer und Vorstandsmitglied der Kooperative CANN Cocoa Cooperative in der Elfenbeinküste. Er profitiert direkt von den neuen Beschaffungsprogrammen. Für ihn spielt es keine Rolle, wie hoch der Anteil (Fairtrade-)Kakao in einem Endprodukt ist. Wichtig ist für ihn einzig die totale Menge an zu Fairtrade-Bedingungen verkauften Kakaobohnen.

2014
Fairtrade-Gold

Die Schweiz ist die Drehscheibe des globalen Goldhandels. Besonders bedeutsam für unser Land ist die Lancierung von Fairtrade-Gold auf dem Schweizer Markt. Damit wird aufgezeigt, dass Alternativen zum konventionellen Gold möglich sind. Mehr zum Gold.

Weltweit sind über 100 Millionen Menschen vom kleingewerblichen Bergbau abhängig. Bei der harten Arbeit sind die Mineure gefährlichen Bedingungen ausgesetzt und sie erhalten oft nur einen bescheidenen Preis. Mit der Einführung des Labels für Fairtrade-Gold setzte Max Havelaar ein wichtiges Zeichen für sichere Arbeitsbedingungen, fairen Marktzugang und besserem Umweltschutz im Handel mit Edelmetallen.

2015
man kennt uns

Die Marktforschungszahlen machten deutlich, dass die Botschaften der Kampagne „The Power of You“ bei einer breiten Bevölkerungsschicht Wirkung zeigen: Fairtrade Max Havelaar verfügt über eine sehr hohe Bekanntheit von 88%. Auch Vertrauen (85%) und Käufertreue (82%) widerspiegeln die positive Verankerung in der Schweizer Bevölkerung.

Weltweit gehören rund 1.6 Millionen Kleinbäuerinnen und Arbeiter zum Fairtrade-System. Der faire Handel ist für sie und ihre Familien auf verschiedenen Ebenen von essenzieller Bedeutung, damit sie ihre Zukunft nachhaltig verbessern können. Allerdings können viele zertifizierte Betriebe nur einen Teil ihrer Erne zu fairen Konditionen verkaufen.

2016
Blumenjubiläum

Vor 15 Jahren entschied sich die Max Havelaar-Stiftung dafür, sich auch bei Blumen für bessere Arbeitsbedingungen und einen umfassenden Gesundheitsschutz einzusetzen. Zum 15-jährigen Jubiläum von Fairtrade-Blumen verwandelt sich der Hauptbahnhof Zürich in ein farbenfrohes Blumenmeer während zwei Tagen im März dieses Jahres.

Die Pionierleistung hat sich gelohnt! 50‘000 Angestellte auf Blumenfarmen in Kenia, Tansania, Äthiopien, Simbabwe, Ecuador und El Salvador profitieren heute von der Zertifizierung. Die Blumen werden nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards angebaut. Dazu gehören die nötige Schutzbekleidung, aber auch feste Arbeitsverträge und Überzeitenregelungen. Studien belegen zudem, dass eine eingeflogene Rose aus Kenia weniger CO2 verursacht, als wenn sie mit Kunstlicht und Heizwärme ganzjährig in einem europäischen Gewächshaus gezüchtet wird.

2017
Die Reise geht weiter

Heute sind schweizweit über 2‘800 Fairtrade-Produkte erhältlich. Die Schweizerinnen und Schweizer sind mit einem jährlichen Pro-Kopf-Umsatz von 75 CHF zwar Weltmeister des fairen Handels. Aber es ist noch viel mehr möglich: Zusammen mit dem Dachverband Swiss Fair Trade hat Max Havelaar das Ziel, den jährlichen Pro-Kopf-Konsum von fair gehandelten Produkten auf 100 CHF zu erhöhen.

Die Herausforderungen für die Zukunft sind nicht kleiner geworden: Wegen des Klimawandels gehen jährlich 12 Millionen Hektaren fruchtbares Land verloren.  Auf der ganzen Welt sind noch immer fast 170 Millionen Mädchen und Jungen von Kinderarbeit betroffen, vorwiegend in der Landwirtschaft. Der faire Handel ist weiterhin von grosser Wichtigkeit und wird sich weiterentwickeln. Erfahre mehr zu den Herausforderungen.

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