Fairtrade-Corona-Hilfsfonds

Hilfe dringend benötigt

«Durch die Krise sind die Kleinbauern und Arbeiterinnen in Entwicklungsländern noch grösserer Not ausgesetzt. Deshalb zählt jetzt die Unterstützung von Händlern, Markenfirmen und Grossverteiler in der Schweiz besonders, um gemeinsam die grösste Not und mittelfristig die Existenz der Fairtrade-Produzenten zu sichern.»

Renato Isella, Geschäftsleiter der Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)

15 Millionen Euro hat Fairtrade International gesammelt, um Bauernfamilien, Angestellten und ihren Organisationen zu helfen. Unterstützung kam von Seiten nationaler Fairtrade-Organisationen, Fairtrade-Produzentennetzwerken, Europäischen Ministerien und Unternehmen. Mit dem Geld sollen Produzenten gestärkt und deren Widerstandsfähigkeit gesichert werden.

Die beiden Finanzierungs-Fonds (für Sofortmassnahmen und Resilienz) wurden im Mai 2020 mit einer Anfangsinvestition von 3,1 Millionen Euro aus dem Fairtrade-System gestartet.

Mit den beiden Fonds will Fairtrade International die Auswirkungen mildern, welche Covid-19 auf die Gesundheit, das Wohlergehen und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Fairtrade-Produzenten und ihrer Gemeinden hat.

 

Als Reaktion auf die globale Corona-Krise hat Fairtrade International zwei Unterstützungsfonds für Fairtrade-Produzenten eingerichtet:

Hilfsfonds für akute Sofortmassnahmen

Dieser Fairtrade-Hilfsfonds ist auf den unmittelbaren Bedarf ausgerichtet. Mit diesen Mitteln sollen Masken sowie grundlegende Schutzausrüstung und medizinische Ausstattung bezahlt werden. Weiter sollen mit ihm gesundheitliche Aufklärungskampagnen und die Einrichtung von Gesundheitszentren finanziert werden. Ausserdem soll er Lohnverluste kompensieren. Diesen Fonds hat Fairtrade mit Hilfe von Beiträgen der nationalen Fairtrade-Organisationen eingerichtet.

Resilienz-Fonds zur mittel- und langfristigen Unterstützung

Weil die Pandemie auch starke Auswirkungen auf die globalen Versorgungsketten und den weltweiten Handel hat, gibt es zum Hilfsfonds für akute Sofortmassnahmen zusätzlich diesen zweiten Fairtrade-Resilienz-Fonds – er soll die mittel- und langfristigen Folgen der Corona-Krise abmildern. Dieser Fond soll Produzenten und Kleinbauern die Möglichkeit geben, ihre Produktion wieder aufzunehmen und in neue Technologien zu investieren.

Startbeiträge in die Corona-Hilfsfonds


Folgende Organisationen haben die beiden Fonds von Fairtrade International geäufnet:

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
  • Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)
  • Britisches Aussenministerium für Commonwealth und Entwicklung (FCDO)
  • Impact Investor Incofin IM
  • weitere Organisationen

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