Die Fairtrade-Produzenten

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Die Stecklingsfarm Wagagai Ltd. in Uganda

Die Stecklingsfarm Wagagai Ltd. liegt in Nkumba, in der Region Busiro County, am Ufer des Victoriasees in Uganda. Insgesamt beschäftigt Wagagai 1.200 Festangestellte und in der Hochsaison sind bis zu 300 zusätzliche Saisonarbeiter auf der Farm im Einsatz. Seit März 2016 ist die Farm Fairtrade-zertifiziert.


Ort/Land
Kampala, Uganda

FLO-ID
34154

Organisationsform
Plantage

Gründung
1997

Zertifizierung
2016

Arbeiterinnen / Arbeiter
1200


Mitarbeiter der Wagagai Ltd.

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Soziale Projekte und Nachhaltigkeit sind schon seit Jahren fest in die Sozialpolitik des Unternehmens verankert.

Eine der wichtigsten Errungenschaften für Wagagai ist das unternehmenseigene Gesundheitszentrum. Rund 50 medizinische Angestellte kümmern sich hier um das Wohlergehen der Patienten. Alle Mitarbeiter, ihre Familien und die lokale Bevölkerung haben durch das Gesundheitszentrum Zugang zu medizinischer Behandlung. Jährlich nehmen rund 40.000 Patienten das Angebot von Vorsorge (z.B. Impfungen) über akute medizinische Versorgung bis hin zu umfangreicher Beratung (z.B. HIV-Beratung) in Anspruch. Im Schnitt kommen rund 400 Kinder pro Jahr im Gesundheitszentrum zur Welt. Vier Hebammen sind angestellt und es gibt einen OP für u.a. Kaiserschnitte. Für Mütter hat das Unternehmen ein Kinderbetreuungszentrum eingerichtet. Erzieherinnen kümmern sich hier um die Kinder, während die Mütter auf der Stecklingsfarm arbeiten. Bis zu 60 Kinder können hier betreut werden.

Bewegung, Sport und Kultur:
Mit seinem Fahrradprogramm möchte Wagagai seinen Mitarbeitern Bewegung und Mobilität ermöglichen. Über 100-200 Arbeiter pro Jahr nutzen die Möglichkeit, Fahrräder über das Unternehmen zu erwerben. Durch zinsgünstige Darlehen sind sie in der Lage, den Preis in Raten über 12 Monate zurückzahlen.

Betriebssport wird bei Wagagai großgeschrieben. Auf dem betriebseigenen Sportplatz finden regelmäßig Sportveranstaltungen statt, um die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter zu fördern. Beliebt sind vor allem Fußball und Netball, aber auch das jährliche Radrennen erfreut sich reger Teilnahme.

Gesundheitliche Aufklärung und HIV-Prävention:
HIV ist in Uganda ein großes Problem, deshalb leistet Wagagai stetige Aufklärungsarbeit: HIV-Tests und Beratung werden im örtlichen Gesundheitszentrum angeboten. Jeden Mittwoch und Donnerstag ist zu diesem Zweck ein externer Berater der Aids-Support-Organisation TASO anwesend. Ziel ist es, eine offene Einstellung gegenüber Aids zu schaffen, so dass infizierte Menschen in einem frühen Stadium behandelt werden können.

Aus und Weiterbildung:
Aus- und Weiterbildung ist bereits seit Jahren ein wichtiges Thema für Wagagai. Neben innerbetrieblichen Bildungsmaßnahmen werden nach Bedarf auch auf externe Schulungen angeboten. Zu den Lerninhalten gehören unter anderem folgende Themen:

• Aufsicht
• Erste-Hilfe
• Brandbekämpfung
• Sichere Verwendung und Handhabung von Pestiziden
• HIV-Aufklärungsarbeit
• Hygiene
• Familienplanung
• Sicherheit am Arbeitsplatz
• Teambuilding

 

Die Farm Wagagai Ltd. wurde 1998 mit Unterstützung von niederländischen Investoren gegründet. Zu Beginn lag der Fokus auf den Export von Rosen in die Niederlande. Bald darauf diversifizierte die Farm ihre Produktion auch mit dem Anbau von Chrysanthemen-, Pelargonien- und Poinsettienstecklingen (Weihnachtssterne).

Je Sorte erhält die Farm einige wenige Elitepflanzen aus Deutschland, die dort gezüchtet wurden. Die Elitepflanzen werden in Uganda viele Wochen vervielfältigt, indem die Arbeiterinnen und Arbeiter immer wieder wenige Zentimeter lange Triebe, so genannte Stecklinge, von den Pflanzen abschneiden und wieder einpflanzen, bis die Farm eine ausreichende Menge an Mutterpflanzen hat. Die Beschäftigten schneiden auch von diesen Mutterpflanzen Stecklinge und bringen sie in Kühlräume, wo sie versandfertig zum Export nach Europa oder Nordamerika verpackt werden. Der gesamte Prozess in Afrika kann bis zu 70 Wochen dauern, wohingegen die Pflanzen in europäischen Gärtnereien nur noch rund 20 Wochen fertig kultiviert werden.

Wagagai arbeitet mit kontrolliertem Wassermanagement und reduziertem Pestizideinsatz. Von der Fairtrade-Zertifizierung profitieren die Farmmitarbeiter unmittelbar: Pro Steckling wird 1 Eurocent einem Gemeinschaftsprojekt zugutekommen, über das die Farmmitarbeiter eigenverantwortlich entscheiden.

Projekte für soziale und ökologische Nachhaltigkeit

Soziale Projekte und Nachhaltigkeit sind schon seit Jahren fest in die Sozialpolitik des Unternehmens verankert.

Eine der wichtigsten Errungenschaften für Wagagai ist das unternehmenseigene Gesundheitszentrum. Rund 50 medizinische Angestellte kümmern sich hier um das Wohlergehen der Patienten. Alle Mitarbeiter, ihre Familien und die lokale Bevölkerung haben durch das Gesundheitszentrum Zugang zu medizinischer Behandlung. Jährlich nehmen rund 40.000 Patienten das Angebot von Vorsorge (z.B. Impfungen) über akute medizinische Versorgung bis hin zu umfangreicher Beratung (z.B. HIV-Beratung) in Anspruch. Im Schnitt kommen rund 400 Kinder pro Jahr im Gesundheitszentrum zur Welt. Vier Hebammen sind angestellt und es gibt einen OP für u.a. Kaiserschnitte. Für Mütter hat das Unternehmen ein Kinderbetreuungszentrum eingerichtet. Erzieherinnen kümmern sich hier um die Kinder, während die Mütter auf der Stecklingsfarm arbeiten. Bis zu 60 Kinder können hier betreut werden.

Bewegung, Sport und Kultur

Mit seinem Fahrradprogramm möchte Wagagai seinen Mitarbeitern Bewegung und Mobilität ermöglichen. Über 100-200 Arbeiter pro Jahr nutzen die Möglichkeit, Fahrräder über das Unternehmen zu erwerben. Durch zinsgünstige Darlehen sind sie in der Lage, den Preis in Raten über 12 Monate zurückzahlen.

Betriebssport wird bei Wagagai großgeschrieben. Auf dem betriebseigenen Sportplatz finden regelmäßig Sportveranstaltungen statt, um die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter zu fördern. Beliebt sind vor allem Fußball und Netball, aber auch das jährliche Radrennen erfreut sich reger Teilnahme.

Gesundheitliche Aufklärung und HIV-Prävention

HIV ist in Uganda ein großes Problem, deshalb leistet Wagagai stetige Aufklärungsarbeit: HIV-Tests und Beratung werden im örtlichen Gesundheitszentrum angeboten. Jeden Mittwoch und Donnerstag ist zu diesem Zweck ein externer Berater der Aids-Support-Organisation TASO anwesend. Ziel ist es, eine offene Einstellung gegenüber Aids zu schaffen, so dass infizierte Menschen in einem frühen Stadium behandelt werden können.

Aus und Weiterbildung

Aus- und Weiterbildung ist bereits seit Jahren ein wichtiges Thema für Wagagai. Neben innerbetrieblichen Bildungsmaßnahmen werden nach Bedarf auch auf externe Schulungen angeboten. Zu den Lerninhalten gehören unter anderem folgende Themen:

• Aufsicht
• Erste-Hilfe
• Brandbekämpfung
• Sichere Verwendung und Handhabung von Pestiziden
• HIV-Aufklärungsarbeit
• Hygiene
• Familienplanung
• Sicherheit am Arbeitsplatz
• Teambuilding

 

Wagagai Kinderbetreuung
Wagagai Gesundheitszentrum
Steckling eines Weihnachtssterns
Wagagai Mitarbeiterin
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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

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