Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

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Die Pratima Organic Grower Group in Indien

Die Pratima Organic Grower Group liegt im Distrikt Bolangir (auch Balangir genannt) in der Region Odisha (bis 2011 lautete der Name der Region Orissa) im Osten Indiens. Fairtrade bietet den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie ihren Familien neue Perspektiven.

Als Pratima Agro & Paper Private Limited wurde die Kooperative im Jahr 2003 gegründet, seit 2006 auch unter dem Namen Pratima Organic Grower Group bekannt. Kurz darauf folgte das Bio-Siegel und seit dem Jahr 2010 ist die Kooperative Fairtrade-zertifiziert.


Ort/Land
Orissa, Indien IN

FLO-ID
19221

Organisationsform
Kooperative

Fläche
4500.00 ha

Gründung
2002

Zertifizierung
2009

Bäuerinnen / Bauern
3500


Die Pratima Organic Grower Group in Indien

Die Pratima Organic Grower Group (POGG) liegt in dem Bundesstaat Odisha (früher Orissa) in Ostindien. Diese Region gehört zu den ärmsten von Indien. Über 42 Millionen Menschen leben in dem Staat, wobei der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist. Aufgrund von vielen Dürren und Schwierigkeiten bei der Bewässerung der Felder müssen viele Familien Odisha verlassen, da es außerhalb der Landwirtschaft wenig Jobangebote gibt.

Die Pratima Organic Grower Group hat bereits vor einigen Jahren begonnen Informationsveranstaltungen zu organisieren, auf denen über Möglichkeiten informiert wird, wie die Bauern zusätzlich zur Landwirtschaft Geld verdienen können. Dadurch werden der Bevölkerung neue Alternativen geboten.

Als Pratima Agro & Paper Private Limited wurde die Kooperative im Jahr 2003 gegründet, seit 2006 auch unter dem Namen Pratima Organic Grower Group bekannt. Mit dem Fokus auf Bio-Landwirtschaft und fairen Handel folgte darauf der Umstieg auf kontrolliert biologischen Anbau und seit dem Jahr 2010 ist die Kooperative Fairtrade-zertifiziert.

Inzwischen haben sich der Kooperative über 3500 Mitglieder angeschlossen, die gemeinsam etwa 4500 Hektar Land bewirtschaften.

 

Fairtrade wirkt!

Durch die Fairtrade-Standards, die unter anderem eine Fairtrade-Prämie vorschreiben, können sich die Baumwollbauernfamilien aus eigener Kraft stärken und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern.

Mithilfe dieser Gelder konnte Pratima Organic Grower bereits ein großes Projekt verwirklicht von dem alle profitieren: Für die Bäuerinnen und Bauern sowie deren Familie wurde ein Gemeinschaftshaus errichtet. Viele Familien haben so kleine Häuser, dass nicht alle Familienangehörigen dort schlafen können. Im neu geschaffenen Gemeinschaftshaus finden nun alle ausreichend Platz.

In vielen Häusern gibt es keinen Strom. Dadurch fällt es den Kindern schwer abends, ohne ausreichende Lichtquelle, für die Schule zu lernen. Im Gemeinschaftshaus haben alle Mitglieder der Kooperative die Möglichkeit kostenlos Strom zu nutzen und die Kinder können so auch abends etwas für die Schule zu tun.

 

Gemeinschaftshaus der Pratima Organic Grower.
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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

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