Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Marginalized Organic Producer’s Association (MOPA)

Die Marginalized Organic Producer’s Association (MOPA) ist ein Zusammenschluss mehrerer kleiner bis mittelständischer Tee-, Kokosnuss- und Ingwerproduzenten in Sri Lanka, die auf biologischen Anbau setzen und auf Grund ihrer Größe alleine kaum wettbewerbsfähig sind. Ziel von MOPA ist es Produzenten und Endkonsumenten näher zusammen zu bringen und die nachhaltige Entwicklung und biologische Anbauweise zu fördern.


FLO-ID
25759

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Die Marginalized Organic Producer’s Association (MOPA)

Gegründet wurde MOPA durch Dr. Sarath Ranaweera, dem Gründer der 2009 unabhängig gewordenen "Small Organic Farmers’ Association" (SOFA). Er stellte fest, dass viele Bauern außerhalb des Einflussgebietes von SOFA lagen und seit Jahrzehnten mit niedrigen Marktpreisen, schlechter Qualität und unproduktiven Böden zu kämpfen hatten. Dem Engagement Dr. Ranaweera’s ist es zu verdanken, dass im August 2010 bereits über 800 Produzenten Mitglied von MOPA waren. Das Einflussgebiet der Initiative umfasst mehr als 1.600 Hektar Land und hat positive direkte und indirekte Auswirkungen auf mehr als 2000 Begünstigten. In den meisten Fällen sind alle Familienmitglieder in den Produktionsprozess eingebunden. Die Frauenquote liegt bei annähernd 50 %.

 

Benefit und FAIRTRADE Prämie

Ziel der Initiative MOPA ist es traditionelle, umweltfreundliche Formen der Anbauweise, die im Zuge der grünen Revolution ausgemerzt wurden, wieder einzuführen. Außerdem sollen die sozioökonomischen Standards der Produzenten und ihrer Arbeiter angehoben werden, in dem für ihre Produkte auf nationalen und internationalen Märkten höhere Preise gezahlt werden .

Die FAIRTRADE-Prämie ermöglicht wie auch bei anderen Kooperativen die Planung und Durchführung verschiedener Projekte im Bereich Gesundheit, Bildung, oder Umwelt, die den Lebensstandard der hiesigen Bauern heben. Am "Bogahakumbura Estate" wurde im Jahr 2012 ein Trinkwasserprojekt umgesetzt, welches 41 Familien in und um die Ländereien mit sauberem Trinkwasser versorgt. MOPA konnte ebenfalls 2012 mit Hilfe der FAIRTRADE-Prämie außerdem Schultaschen, Schulbücher, Schuhe und Schreibmaterialien an die Schulkinder der Arbeiter der "Kapuwatte Estate" und der "Naula Farm" verteilen .

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.