Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kleinbauernkooperative UC-CPC de Kita Nord in Mali

Die Kleinbauernkooperative UC-CPC de Kita Nord bildet die Dachorganisation von insgesamt 43 Baumwollkooperativen im Südwesten von Mali. Auch die Kleinbauernkooperative Dougourakoroni bildet einen Teil dieses Zusammenschlusses. Stellvertretend für alle Mitglieder von UC-CPC de Kita Nord wird an dieser Stelle die Entwicklung der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von Dougourakoroni beschrieben.


Ort/Land
Kita, Mali ML

FLO-ID
4796

Organisationsform
Kooperative

Bäuerinnen / Bauern
1800


Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von Dougourakoroni haben sich im Jahr 1996 zur Kooperative zusammengeschlossen, mit dem Ziel, ihre Lebenssituation durch den Anbau von Baumwolle zu verbessern. Für die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ist der Anbau von Baumwolle die einzige Einnahmequelle. Weitere landwirtschaftliche Produkte bauen sie in Subsistenzwirtschaft, also zur Sicherung der eigenen Ernährung, an. Im Jahr 2004 erfolgte die FAIRTRADE-Zertifizierung der Kooperative. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern haben sich damit zur Einhaltung der FAIRTRADE-Standards verpflichtet, gleichzeitig erhalten Sie Zugang zum Fairen Handel und könnten durch die FAIRTRADE-Mindestpreise und die FAIRTRADE-Prämie für Soziales, Infrastruktur und Bildung ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten und verbessern.

 

Die FAIRTRADE-Prämie für Infrastruktur, Soziales und Bildung

Über die Verwendung der FAIRTRADE-Prämie wird in der Kooperative demokratisch entschieden. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern von Dougourakoroni haben beschlossen, einen Teil der Prämiengelder in Brunnenbohrungen zu investieren um den Zugang zu sauberem Trinkwasser herzustellen. Außerdem ist ein Gesundheitszentrum in Planung und der Bau einer Seifenfabrik, um zusätzliche Einkommensquellen zur erschließen und Arbeitsplätze zu schaffen. Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern möchten aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie außerdem Alphabetisierungsprogramme finanzieren und den Anbau von Mais ausweiten um die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln in der Region zu stärken.

Informationen zur Verfügung gestellt von:

FAIRTRADE International
FAIRTRADE Foundation UK

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.