Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kakao-Kooperative Kuapa Kokoo aus Ghana

Die Kuapa Kokoo Union (KKU) wurde 1993 in Ghana gegründet. Die Kooperative besteht aus Kleinbauern und -bäuerinnen aus fünf Regionen Ghanas. Über 80'000 Produzenten in Western, Brong Ahafo, Ashanti, Central und Eastern Region profitieren vom Kakao-Anbau und dem Verkauf zu Fairtrade-Bedingungen. Für Sie und Ihre Familien ist der Kakaoanbau mit 95 Prozent ihres Jahreserlös der wichtigste Geldbringer.


Ort/Land
Kumasi, Ghana GH

FLO-ID
1475

Organisationsform
Kooperative

Gründung
1992

Zertifizierung
1994

Bäuerinnen / Bauern
94000

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Infrastruktur:
- Bauen von Brunnen und sanitären Anlagen
- Bau von Lagerhäusern zur Lagerung von Kakao

Gesundheit:
- Aufbau eines mobilen Gesundheitsservices, welcher die Mitglieder vor Ort besucht
- Verteilung von Moskito-Netzen zur Malaria-Prävention
- Workshops zur Aufklärung über HIV/AIDS

Bildung:
- Bau mehrerer Schulen und Kindertagesstätten

Produzentensupport:
- Anschaffung eigener Verarbeitungsmaschinen
- Durchführung von landwirtschaftlichenTrainings
- Durchführung von Workshops zum Aufbau weitere Einnahmequellen in der Zwischensaison

 

My vision is to help Kuapa members produce more cocoa, and to continue to manage careful investment of the Fairtrade Premium to ensure maximum benefit for the most people. As well as delivering improvements to communities.

Fatima Ali, Präsidentin der Kuapa Kokoo Farmers Union

Kuapa Kokoo war die erste staatlich unabhängige Vereinigung von Kakaoproduzenten und -produzentinnen und wurden bei Ihrer Gründung von zwei europäischen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterstützt. In der Kuapa Kokoo sind die Kleinbauern und -bäuerinnen selbst Eigentümer der Handelsfirma.

 

Mit der Fairtrade-Prämie werden soziale Gemeinschaftsprojekte finanziert. So wurden beispielsweise Schulen und Brunnen gebaut und eine "mobile Klinik" eingerichtet, bei der Ärzte die Produzentinnen und Produzenten besuchen, um medizinische Untersuchungen zu machen. Des Weiteren gibt es bei der Kuapa Kokoo seit 1998 ein eigenes Genderprojekt und ein Projekt zur Ausdehnung des biologischen Landbaus. Die Frauen der Kooperative KKU werden besonders gefördert: Eine Gleichstellungsbeauftragte organisiert Schulungen und Projekte, die die finanzielle Eigenständigkeit der weiblichen Mitglieder stärken soll.

 

Bei Kuapa Kokoo werden auch andere Produkte wie Bananen, Cassava, Yams, Mais, Obst und Palmen angebaut, um die Selbstversorgung zu fördern. In einem weiteren Projekt wird die Verarbeitung der Kakaoschale zur Seife unterstützt. Eine Frauenrechtsgruppe leistet Aufklärungsarbeit zum Thema Gleichberechtigung und realisiert Trainingseinheiten zu Themen wie Gruppendynamik, Management, Projektplanung und andere spezielle Aufgabenbereiche. Diese Informationsveranstaltungen richten sich auch an Ehefrauen von Produzenten der Kooperative, und an deren Töchter. "Ich bin eine Frau und auch sehr jung, aber dank der Schulungen die ich von Kuapa Kokoo erhalten habe weiß ich, dass ich alles schaffen kann was mir in den Sinn kommt.", so Fatima Ali.

"Kuapa Kokoo" heißt übersetzt übrigens "guter Kakao". Gleichzeitig unterstreichen die Mitglieder der Kooperative die hohe Qualität ihrer Kakaobohnen mit dem Motto "Papa paa", das übersetzt "der Beste vom Besten" bedeutet!

FAIRTRADE International

EZA Fairer Handel GmbH

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.