Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kakao-Kooperative COCABO in Panama

Die Kooperative "Cocabo" befindet sich in der karibischen Region von Panama, nahe der Grenze zu Costa Rica. Von den 1.500 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Kooperative sind die meisten indigener Abstammung, der Respekt gegenüber der Natur ist Teil ihrer kulturellen Tradition, nachhaltige und ressourcenschonende Anbaumethoden damit eine unumgängliche Selbstverständlichkeit.


FLO-ID
3672

Organisationsform
Kooperative

Fläche
4500.00 ha

Produktion
228.00 t

Gründung
1951

Zertifizierung
2005

Bäuerinnen / Bauern
1469


Teaserbild

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Dank ihrer strategischen Lage zählt COCABO mit der Unterstützung von mehreren Organisationen im Bereich der Forschung und Erhaltung des Tropischen Regenwaldes. Alle arbeiten mit dem Ziel, den Bewohnern einen würdigen Lebensunterhalt zu ermöglichen, ohne den Wald zu zerstören.
Spezifisch gefördert wird, unter anderem, Professionelle Baumpflege und Schnitt, fermentations- und Trocknungs-Infrastruktur zur Optimierung der Nachernte-Aufbereitung, erfolgreiche Weiterbildung durch gemeinsam bewirtschaftete Musterparzellen. Systematische Aufforstung mit Edelholz. Eigener Laden mit allen Produktionsmittel und Werkzeugen.
Alle diese Projekte der Kooperative werden auch mit den Fair Trade Prämien mitfinanziert.

 

Die Kooperative \"Cocabo\" wurde bereits in den 1950er Jahre gegründet mit dem Ziel, die soziale, kulturelle und ökonomische Entwicklung der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern durch Maßnahmen im landwirtschaftlichen-, kommerziellen- und Bildungsbereich voranzutreiben. \"Cocabo\" war damit die erste Kooperative in Panama. Auch heute ist die soziale und wirtschaftliche Entwicklung ihrer Mitglieder das Hauptziel der Kooperative, zudem stehen Maßnahmen zum Umweltschutz im Zentrum der Arbeit von \"Cocabo\".

Die Mitglieder von \"Cocabo\" erzielen ihre Einkünfte fast ausschließlich aus dem Verkauf von Kakaobohnen, geringere Einkünfte erzielen sie außerdem aus dem Verkauf von Mais und Yucca auf lokalen Märkten. Die Kooperative stellt den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern technische Hilfsmittel zur Erleichterung ihrer landwirtschaftlichen Arbeit zur Verfügung.

 

Im Juli 2006 wurde "Cocabo" FAIRTRADE-zertifiziert. Das FAIRTRADE-System gewährleistet den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern einen neuen, stabileren Marktzugang. Die Produzentinnen und Produzenten können den Kakaoanbau nun unabhängig von Schwankungen des Weltmarktpreises betreiben und erhalten zusätzlich die FAIRTRADE-Sozialprämie, die sie in soziale Gemeinschaftsprojekte investieren können. Ein Teil des Prämiengeldes wurde für die Bio-Zertifizierung der landwirtschaftlichen Betriebe verwendet, außerdem wurde ein weiteres Fahrzeug für das Gerätelager der Kooperative gekauft.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

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