Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffeekooperative Kibinge in Uganda

Vier Kaffeebauern starteten 1995 eine Initiative, um mit ihrem Kaffee die internationalen Märkte zu erreichen. Durch ihre Prinzipien wie Integrität, Fairness und Transparenz steigerte sich der Einfluss in den fruchtbaren Hügellandschaften Ugandas schnell.

Die Kibinge Coffee Farmers Cooperative Society wurde 2009 gegründet und 2011 zertifiziert. Als zertifizierte Kooperative können die Mitglieder Investitionen realisieren, neue Märkte erreichen und ihr Einkommen verbessern.


Ort/Land
119 Masaka, Uganda UG

FLO-ID
23726

Organisationsform
Kooperative

Fläche
7387.00 ha

Gründung
2008

Zertifizierung
2010

Bäuerinnen / Bauern
1587

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Nachhaltigkeit:
Trainings für nachhaltigen Kaffeeanbau

Infrastruktur:
Bau und Sanierung von Strassen, die zur Regenzeit unbefahrbar sind.
Unternehmensstandort für Kaffeeverarbeitung.

Gesundheit:
Investitionen in das Gesundheitszentrum (z.B. Stromversorgung)

Divers:
Verkaufsstelle für Setzlinge und Düngemittel für die Kleinbauern der Kooperative.

 

"Die Zertifizierung machte uns global. Dank Netzwerken hier in Uganda und dem Fairtrade-Netzwerk in Afrika haben wir heute überall Kontakte. Händler kontaktieren uns direkt, bevor wir sie kontaktieren können, weil wir Fairtrade zertifiziert sind."

David Lukwata, General Manager bei Kibinge

Engagement für die nächste Generation

Das soziale Engagement von Kibinge reicht weit und begeistert sogar Schüler und Studenten für den Kaffee. Normalerweise wird in Uganda kein Kaffee getrunken. Damit aber die nächste Generation ein besseres Gespür für guten Kaffee hat, lehrt die Kooperative Geschmack und Qualität guten Kaffees.

 

Zurück

Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.