Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffeekooperative ASOPROSIN in Kolumbien

Die Asociacion de Productores Organicos de la Sierra Nevada (ASOPROSIN), entstand auf Initiative einer Gruppe von Kleinproduzenten aus dem Dorf Azúcar Buena in der Gemeinde Valledupar - Cesar. Die Organisation besteht aus Bauern und Indigenen aus dem Upar Cacique Valley, die sich durch eine traditionelle Bewirtschaftung ihrer Felder mit besonderem Augenmerk auf die Umwelt auszeichnen. ASOPROSIN erhielt 2017 die Fairtrade-Zertifizierung. Die Mission der Kooperative ist es, sowohl die Produktivität als auch den Lebensstandard in der Region zu verbessern. Die Mitglieder von ASOPROSIN produzieren qualitativ hochwertigen Kaffee unter Berücksichtigung ökologischer Prinzipien.


Ort/Land
Azùcar Buena, Kolumbien CO

FLO-ID
35897

Organisationsform
Kooperative

Fläche
456.50 ha

Produktion
230 t

Zertifizierung
2017

Bäuerinnen / Bauern
82

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

QUALITÄT & PRODUKTIVITÄT
Die Kleinbauernorganisation hat einen Teil der Fairtrade-Prämie in die Verbesserung der Infrastruktur zur Trocknung von Kaffee investiert. Bereits 32 Mitgliedsfamilien können dadurch ihren Kaffee effizienter und besser trocknen.

AUSBILDUNG
Die Fairtrade-Prämie wird auch für Schulungen zu diversen Themen wie z.B. ökologischer Landbau oder Umsetzung der Fairtrade Standards investiert.

UMWELT
Bei der Verarbeitung (Entpulpen) der Kaffeekirschen fallen als Abfallprodukt sogenannte «Aguas Mieles» an. Diese saure Flüssigkeit wird teilweise von Kaffeebauern direkt in Gewässer abgeleitet, die dadurch geschädigt werden. Die Kooperative hat mit Fairtrade-Prämiengeldern natürliche Filter installiert, damit die Kaffeeverarbeitung der Mitglieder die Gewässer nicht beeinträchtigt. Die Kooperative unterstützt die Mitglieder zudem dabei, aus dem Fruchtfleisch der Kaffeekirschen Biodünger herzustellen.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.