Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffeekooperative APROCEM in Brasilien

Die Associação dos Produtores de Cafés Especiais do Sul de Minas, kurz APROCEM, befindet sich in Poço Fundo im südlichen Bundesstaat Minas Gerais, Brasilien. Die Stadt mit ca. 17.000 Einwohnern liegt in einer gebirgigen Landschaft, mit zahlreichen Kaffeeplantagen. APROCEM wurde von einer Gruppe von Kleinbauernfamilien in Poco Fundo gegründet und wenige Monate später Fairtrade-zertifiziert. Das Ziel der Kooperative ist es, die Lebensqualität der Kaffeebauern und deren Familien zu steigern, unter der Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien. 25% der Mitglieder sind Frauen, die sich bei Diskussionen und Entscheidungen des Unternehmens aktiv einbringen.


Ort/Land
Poco Fundo, Brasilien BR

FLO-ID
24160

Organisationsform
Kooperative

Fläche
691.20 ha

Produktion
630

Gründung
2010

Zertifizierung
2010

Bäuerinnen / Bauern
97

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

APROCEM investiert die Fairtrade-Prämien in Sozial- und Umweltprojekte sowie in neue Technologien, um die Produktivität und Qualität von Kaffee zu steigern.

GESUNDHEIT
Das Projekt «Family Health» begann 2016 mit dem Ziel, die Mitgliedsfamilien im Bereich Gesundheit zu unterstützen. Der Verein deckt dabei einen grossen Teil der Kosten für medizinische Behandlungen.

QUALITÄT UND PRODUKTIVITÄT
Das Projekt «Technical Assistance» wurde 2015 lanciert, mit dem Ziel die Produktivität und Qualität von Kaffee zu steigern, die Böden und die biologische Vielfalt zu verbessern und den Einsatz von Agrochemikalien zu reduzieren. Der Verein finanziert Bodenanalysen und fördert die kontinuierliche Weiterbildung aller Produzenten zu Themen wie Boden, Wasser, Biodiversität und Düngemittel.

UMWELT
2013 wurde das Projekt «Clean Water» ins Leben gerufen, welches die Gesundheits- und Hygienebedingungen der Bauern auf dem Land verbessern soll und den Schutz der Umwelt, vor allem der Wasserressourcen, fördert. So finanzierte der Verein beispielsweise einen Teil der Materialien für den Bau von Klärgruben mit.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.