Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative PRODECOOP in Nicaragua

Die Kaffee-Kooperative Prodecoop in Estelí in Nord-Nicaragua wurde 1993 gegründet. Noch im selben Jahr erhielt sie ihre Fairtrade-Zertifizierung.
Seit der Zertifizierung konnte das Wissen über die Produktion von Kaffee erhöht werden, was zu grosser Anerkennung ihrer Kaffeequalität geführt hat. Die Kleinbauern haben Mithilfe von Fairtrade einen bessern Zugang zu speziellen Kaffeemärkten gefunden und konnten stabile Geschäftsbeziehungen mit Kaffeekäufern aufbauen. Fast 30 % der Mitglieder von PRODECOOP sind Frauen.


Ort/Land
Esteli, Nicaragua NI

FLO-ID
832

Organisationsform
Kooperative

Fläche
5'970.09 ha

Produktion
10'504.56 t

Gründung
1993

Zertifizierung
2005

Bäuerinnen / Bauern
2342

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

PRODECOOP verteilt ein Teil der Fairtrade-Prämie an die Mitglieder der Kooperative und verwaltet den Rest zentral. An der Generalversammlung stimmen Abgeordnete der einzelnen Kooperative darüber ab, wie die Fairtrade-Prämie investiert werden soll. Jedes Jahr geht ein Teil der Prämie in die Weiterentwicklung des Unternehmens - aber auch in anderen Gebieten wird investiert:

Bildung:
- Stipendien für die Kinder der Mitglieder
- Kauf von Schulmaterial für Schüler und Studenten
- Erwachsenenbildung, Workshops und Kurse

Geschlechtergerechtigkeit:
- Mindestens 40 % der Führungspositionen müssen von Frauen besetzt sein. Zu Ausbildungs - und Sensibiliserungszwecken gibt es aus diesem Grund verschiedene Kurse.
- Frauen werden bei eigenen Projekten unterstützt (zum Beispiel beim Verkauf von Hühnern und Saatgut).
- Die Kooperative investiert in Land, das von Frauen genutzt werden soll.

Mikrokreditprogramm

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.