Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative Coomap in Brasilien

Die Cooperativa Mista Paraguaçu (COOMAP) hat ihren Sitz in der Gemeinde Paraguaçu im Bundesstaat Minas Gerais im Südosten Brasiliens. Die Kooperative wurde 1957 von Produzenten gegründet, die sich zum Ziel setzten, ihren Kaffee gemeinsam zu vermarkten. Sie ist stetig gewachsen, zählt heute 672 Mitglieder und ist ein florierendes professionelles Unternehmen mit technischen und kaufmännischen Abteilungen. Sie wurden 2014 Fairtrade-zertifiziert.

Die Mission von COOMAP besteht darin, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung der Region zu fördern. Sie sind bestrebt, das Leben ihrer Mitglieder zu verbessern, indem sie hochwertigen Kaffee auf nachhaltige Weise anbauen.


Ort/Land
Paraguaçu, Brasilien BR

FLO-ID
31509

Organisationsform
Kooperative

Fläche
5515.00 ha

Gründung
1956

Zertifizierung
2013

Bäuerinnen / Bauern
672

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Soziales:
Damit sich die Bewohner des lokalen Altersheims gesund und günstig ernähren können, hat Coomap den Bau eines Gemüsegarten für das Heim organisiert.

Bildung:
Die Kooperative hat ein Bildungsprogramm für 130 Frauen der Gemeinschaft eingeführt, mit dem Ziel über Gesundheitsthemen zu informieren und zu debattieren. Coomap fördert auch junge Mitglieder; unter anderem mit Universitätsbesuchen und Englischkursen. Dank der Fairtrade-Prämie kann Coomap einen kostenlosen 3-jährigen Englischkurs für die Kinder und Enkelkinder der Mitglieder anbieten. Im März 2017 veranstaltete die Kooperative zudem ihr erstes "Women's Meeting", das ausschließlich dazu dient, die Stärkung der weiblichen Mitglieder der Organisation zu fördern.

Gesundheit:
Erste Hilfe-Lektionen wurden für 109 Leute in ländlichen Regionen durchgeführt um grundlegende Praktiken zu lehren. Zudem wurden Meetings organisiert, um Frauen über Brustkrebs und Männer über Prostatakrebs aufzuklären.

Umwelt:
Coomap realisiert verschiedene Umweltprojekte. Beispielsweise sind nun mehr als 600 Familien in der Umgebung mit Trinkwasser versorgt, indem Filter und Klärbehälter installiert wurden. Sie haben auch ein Projekt zum Schutz der Wasserquellen auf den Farmen der Mitglieder finanziert: Es wurden natürliche Barrieren errichtet und einheimische Bäume gepflanzt, um eine Kontamination der Wasserversorgung zu verhindern.

 

Fairtrade unterstützt unsere Projekte in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit, Einkommen sowie Umwelt und ermöglicht deren Durchführung.

Rafael Fonseca, Business Manager Coomap

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.