Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative CIAPEC in Bolivien

In der Caranavi-Provinz im Westen Boliviens bauen die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Kaffee-Kooperative CIAPEC (Cooperative Integral Agropecuaria de Productores Ecológicos Ltda) seit 2005 Kaffee zu fairen Bedingungen an.

Die Fairtrade-Zertifizierung hilft den rund 300 Mitgliedern der Kooperative die Infrastruktur auszubauen, Qualitätskontrollen durchzuführen und die Erträge des Kaffeeanbaus planbar zu machen.


Ort/Land
Caranavi, Bolivien BO

FLO-ID
3795

Organisationsform
Kooperative

Fläche
187.00 ha

Produktion
71.28 t

Gründung
2002

Zertifizierung
2003

Bäuerinnen / Bauern
40

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Kauf von Bauland für das Büro und den Lagerraum der Kooperative

Bau einer Kaffeeverarbeitungsanlage

Investitionen in die Qualitätskontrolle und -Verbesserung

Renovation und Wiederbepflanzung der Plantagen

 

Seit ihrer Fairtrade-Zertifizierung 2005 hat die Kaffee-Kooperative CIAPEC in Bolivien, mithilfe der Fairtrade-Prämie, eine Reihe an Projekten realisieren können. Dazu gehören infrastrukturelle Maßnahmen, wie das Bauen von Lagerhallen und Büroräumen, die Anschaffung von technischem Equipment zum Kaffeeanbau und die Planung kürzerer Distributionswege.

Eine Fraueninitiative konnte sich aus den Reihen der Kooperationsmitglieder heraus gründen, die sich zur Aufgabe gemacht hat Gleichstellungsprojekte zu realisieren, sich für die schulische Bildung der Kinder und Jugendlichen einzusetzen und die Armut in der Region zu bekämpfen.

Mittel- und langfristige Ziele sind die Ausweitung der Projekte auf die ganze Region, Verbesserung der Trinkwasseraufbereitung und der Bau einer weiterführenden Schule.

 

Zurück

Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.