Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative CEPROAP in Peru

Die Dachorganisation Ceproap (Central de Productores Agroecológicos Pichanaki) umfasst 21 Kaffee-Kooperativen aus der Pichanaki Region in Peru.
Die Organisation setzt sich zum Ziel, die nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und einen direkteren Zugang zu den Märkten zu erhalten, um dadurch teure Zwischenhändler umgehen zu können.


Ort/Land
Junìn, Peru PE

FLO-ID
4748

Organisationsform
Kooperative

Fläche
1060.00 ha

Gründung
1964

Zertifizierung
2011

Bäuerinnen / Bauern
215


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Gesundheit:
- Sensibilisierungsprojekte zur Förderung der Gesundheit der Kooperativenmitglieder

Infrastruktur und technischer Ausbau:
- Errichtung einer Trocknungsanlage
- Technische Unterstützung für die Bauern

 

Autonomie durch Fairtrade

Was als ein Zusammenschluss von 45 Kleinbäuerinnen und -bauern begann, ist heute eine starke Organisation. Unter dem Dach der peruanischen Fairtrade-Kaffee-Organisation Ceproap sind 21 Kaffee-Kooperativen vereint. Die Ziele, einen Marktzugang zu schaffen sowie nachhaltige Anbaumethoden zu entwickeln und zu teilen, wurden seitdem konsequent weiterentwickelt. Autonomie in den Bereichen der Produktion, dem Export sowie der Vermarktung ihres Kaffees sind den Kaffeeproduzentinnen und -produzenten wichtige Bestrebungen, die durch den Zusammenschlusses und die Fairtrade-Zertifizierung umgesetzt werden können.
Den Mitgliedern stehen technische Berater für einen umweltschonenden Anbau zur Verfügung. Mit unter anderem der Unterstützung der Green Development Foundation, hat Ceproap ein Wiederaufforstungsprogramm durchgeführt. 70.000 Bäume wurden gepflanzt.
Zudem haben die Kooperativen-Mitglieder ihr Einkommen diversifiziert, indem sie auch Früchte, Gemüse und Kakao anbauen und verkaufen. Zusätzlich setzen sie ihren Kaffee unter der Marke "Cafenaki Chanchamayo" auch auf dem auf dem lokalen Markt ab.
Die Umsetzung eigener Projekt dank der Fairtrade-Prämie kommt den Kooperativen-Mitgliedern selbst, aber auch der lokalen Gemeinschaft zugute.
Dank der Fairtrade-Prämie können die Kooperativen-Mitglieder eigene Projekte zum Wohle der Gemeinschaft umsetzen. Für die Kleinbäuerinnen und -bauern wurde somit bereits ein Sensiblisierungsprojekt zur Förderung der Gesundheit umgesetzt. Aber auch in die Infrastruktur und den technischen Ausbau wird investiert. So wurde zum Beispiel eine Trocknungsanlage für die geernteten Kaffeekirschen errichtet.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.