Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative BIO ARABICA in Bolivien

Im Jahr 2013 schlossen sich 12 junge Kaffeeproduzenten der Idee an, ihre Kaffeeplantagen zu erneuern. Am Anfang begannen sie mit nur 9 Hektar Land in der Region Calama in Bolivien. Zunächst wollten sie nur die Kaffeeproduktion verbessern, mit der Agroforstwirtschaft und neuen Kaffeesorten experimentieren und Junglandwirte für das Projekt gewinnen.

In nur zwei Jahren hatten 25 kleine Kaffeeproduzenten 37 Hektar Land erneuert und sie beschlossen, ihren Fokus auf kommerzielle Bemühungen zu verlagern. Schließlich, im Jahr 2017, haben sie eine Genossenschaft gegründet: Cooperativa Agropecuaria BIO ARABICA R.L., allgemein bekannt als BIO ARABICA. Das Unternehmen, Fairtrade und Bio-zertifiziert, arbeitet weiterhin mit "traditionellen" Produktionssystemen und setzt sich für die Erneuerung der Kulturen und Wiederaufforstung der Gebiete rund um die Bauernhöfe der Kooperativen ein.


Ort/Land
Calama, Bolivien BO

FLO-ID
37164

Organisationsform
Kooperative

Fläche
95.00 ha

Produktion
293.00 t

Gründung
2012

Zertifizierung
2016

Bäuerinnen / Bauern
31


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Qualität und Produktivität:
Um weiterhin in die Produktion zu investieren, hat BIO ARABICA Mittel aus der Fairtrade-Prämie eingesetzt, um zusätzliche Kaffeeplantagen zu erneuern, wobei inzwischen mehr als 60.000 Setzlinge pflanzbereit sind. Für die Saison 2018-2019 planen sie auch den Kauf von erhöhten Metallbetten zur Trocknung von Kaffee während der Verarbeitung.

Weitere Projekte:
Im Bildungsbereich kaufte und spendete die Kooperative einen Projektor an eine lokale Schule in Calama. Neu reserviert BIO ARABICA auch Mittel zur finanziellen Unterstützung kranker oder verletzter Mitglieder.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.