Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Kaffee-Kooperative Asprocafe in Kolumbien


Ort/Land
Riosucio, Caldas, CO

FLO-ID
714

Organisationsform
Kooperative

Fläche
2259.00 ha

Produktion
1505.00 t

Gründung
1991

Zertifizierung
1991

Bäuerinnen / Bauern
1491


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Nachhaltiger Anbau:
Die Fairtrade-Prämie wurde zur Deckung der Bio-Zertifizierungskosten sowie für die Vermittlung von technischem Know-how verwendet. Asprocafe bietet für seine Mitglieder monatliche Seminare zum Thema "Biologische Produktionsprozesse" an. Zudemkonnten Fruchtbäume zum Schutz der Kaffeepflanzen vor Sonneneinstrahlung gepflanzt werden. Zur Sicherstellung der Nahrungsmittelsicherheit in Zeiten tiefer Ernteerträge werden Mittel und Schulungen für die Mitglieder der Kooperative angeboten, damit neben den Kaffeepflanzen zusätzliche Erträge erzielt werden können, beispielsweise mit Getreide, Bohnen, Fisch und Viehzucht.

Wasser:
Mit der Fairtrade-Prämie konnte die Trinkwasserversorgung für mehr als 100 Familien verbessert werden.

Gesundheit:
Für die Finanzierung einer Krankenversicherung zur Deckung von Unfall- und Notfallkosten für ca. 14‘000 Mitglieder wurde ein Fonds eingerichtet.

Frauenförderung:
Ein Kreditfonds für Frauen und die Gemeinschaft wurde eingerichtet. Mit dem Fonds vergibt die Kooperative Kleinkredite zur Finanzierung von Projekten wie z.B. Viehzucht, Kleiderproduktion und die Unterstützung organischer Produktionsmethoden.

Kaffee-Verarbeitung:
Mit der Prämie wurden Projekte zur Wartung und Erweiterung der Produktionsmaschinen unterstützt. Beispiele sind Tanks zum Waschen und Fermentieren von Kaffeebohnen oder Terrassen zum Trocknen der Bohnen, um sie fürs Mahlen vorzubereiten. Dieser Vorgang führt aber auch zu Abwasser, welcher das Trinkwasser verschmutzen kann. Deshalb wurde in ein Wasser-Management-System investiert.

Lokale Infrastruktur:
Die Kooperative verwendet die Prämien auch für den Unterhalt von Strassen, die den Zugang in ländliche Gemeinschaften sichert. Mehr als 60 km Strassen wurden verbessert, u.a. wurden auch eine Brücke gebaut und ein Gemeinschaftszentrum. Weiter wurde ein Fonds für Reparaturarbeiten an den Behausungen der Mitglieder eingerichtet.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.