Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Fairtrade-Blumenfarm "Winchester Nairobi Farm" als Teil der Mzurrie Flowers in Kenia

Die Fairtrade-Blumenproduzenten Mzurrie Flowers produzieren auf drei Farmen in Kenia Fairtrade-Rosen. 1992 wurde die Winchester Farm in Karen, einem Vorort von Nairobi als erste gegründet. Es folgten Maji Mazuri Flowers Ltd. in Eldoret, in der westkenianischen Provinz Rift Valley sowie Molo River Roses Ltd. nordwestlich von Nakuru, ebenfalls in der Provinz Rift Valley gelegen.
Durch Fairtrade profitieren die Beschäftigten bei Mzurrie Flowers von verbesserten Lebens- und Arbeitsbedingungen.


Ort/Land
Nairobi, Kenia KE

FLO-ID
30307

www


Mzurrie Flowers steht für Pflanzen aus umweltschonender Produktion

Auf drei Blumenfarmen in Kenia produziert Mzurrie Flowers verschiedene Rosenarten unter Fairtrade-Bedingungen. Die Fairtrade-Standards ermöglichen den Produzentinnen und Produzenten verbesserte Arbeitsbedingungen und ihnen sowie ihren Familien einen höheren Lebensstandard.

Allein auf der Winchester Farm, die 1992 als erste gegründete Blumenfarm von Mzurrie Flowers, werden jährlich rund 3,5 Millionen Pflanzen gezüchtet. Dabei stehen die Fairtrade-Standards für faire Arbeitsbedingungen und eine möglichst umweltschonende Produktionsweise.
So wird im Pflanzenschutz ein biologisches Integrated Pest Management (IPM) zu Deutsch "integrierter Pflanzenschutz" angewendet. Auf den Farmen von Mzurrie Flowers werden in der Pflanzenzucht beispielsweise schädliche Spinnmilben biologisch mit Raubmilben bekämpft. Zum einen hat dies den ökonomischen Vorteil der Reduktionskosten im Bereich der Pflanzenschutzmittel. Zum anderen ist diese Methode ökologisch sehr nachhaltig. Dadurch werden Mensch und Umwelt nachhaltig geschützt.
Alle Rosen werden in modernen Gewächshäusern auf vulkanischem Bimsstein gezüchtet. Im Vergleich zu konventioneller Erde, bietet dieser zum Beispiel die Vorteile einer Vereinfachten Wasserwiederverwertung sowie einer leichteren Regulierung von Feuchtigkeit im Gewächshaus.

Für Mzurrie Flowers gehören Wiederaufforstungsaktionen, Wiederaufbereitung von Wasser und die Anlegung und Pflege von Feuchtgebieten zu den selbstverständlichen Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes.
Baumsetzlinge werden kostenlos an Farmarbeiterinnen und -arbeiter, Nachbarn und Schulen ausgegeben, damit diese sich an Aktionen beteiligen können.

 

Das Engagement auf den Fairtrade-Blumenfarmen von Mzurrie Flowers besteht auch im sozialen Bereich

So betreibt Mzurrie Flowers ein Geschäft, in dem die Beschäftigten zu subventionierten Preisen Dinge des täglichen Bedarfs erwerben können. Ihren Kindern werden Schul-Stipendien angeboten.
Zudem steht den Farmarbeiterinnen und -arbeitern der M-Pesa-Service zur Verfügung. M-Pesa ermöglicht den Menschen in Kenia das Bezahlen mit ihrem Mobiltelefon. Ein Servicepunkt für Nutzerinnen und Nutzer befindet sich auf der Maji Mazuri Flowers Ltd.-Farm.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

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