Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Fairtrade-Blumenfarm Harvest Limited in Kenia

Zu Harvest Limited gehören drei Blumenfarmen in der Nähe der kenianischen Hauptstadt Nairobi auf denen unter Fairtrade-Standards Rosen angebaut werden. Mitte der 1990er gegründet, gehört Harvest zu den etablierten Fairtrade-Blumenfarmen Ostafrikas. Für die Beschäftigten von Harvest steht Fairtrade für verbesserte Arbeits- und Lebensbedingungen.


Ort/Land
Naivasha, Kenia KE

FLO-ID
27797

Organisationsform
Plantage

Fläche
40.00 ha

Gründung
1994

Zertifizierung
2011

Arbeiterinnen / Arbeiter
886

www


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Gesundheit:
- Finanzierung und Unterstützung eines Kinder-Zentrums für Waisen- und Strassenkinder
- Kostenlose medizinische Betreuung
- Organisation eines sportlichen Wettbewerbes

Soziales:
- Kostenloser Transport der Beschäftigten von und zur Arbeit
- Ganztagesbetreuung für Kleinkinder
- Kostenlose Mahlzeiten für alle Beschäftigten auf der Blumenfarm
- Gemüsegarten und sauberes Trinkwasser

Umwelt:
- Bau eines Regenwasserspeichers und eines Wasseraufbereitungs-Systems
- Pflanzenschonender, vielseitiger Anbau
- Baumschule zum Schutze der einheimischen Artenvielfalt
- Installation einer Kompostieranlage

 

Harvest Limited – Eine Fairtrade-Blumenfarm mit ausgezeichnetem Prämienkomitee

Die Fairtrade-Blumenfarm Harvest Limited liegt im ostafrikanischen Kenia, in der Nähe von Nairobi. Rund 1.000 Beschäftigte produzieren über 35 Millionen Blütenstengel in mehr als 60 Variationen pro Jahr.
Harvest Limited investiert in neue, umweltschonende Technologien, aber auch in seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Arbeitervertretung, die nach Absprache mit den Beschäftigten demokratisch über die Verwendung der Fairtrade-Prämie entscheidet, hat eine Vielzahl an nachhaltigen Projekten angestoßen und umgesetzt. Für ihre herausragende Arbeit ist die Arbeitervertretung von Fairtrade International im April 2014 als "Prämienkomitee des Jahres" ausgezeichnet worden.

 

Eine Vielzahl an sozialen Projekten im Sinne der Beschäftigten

Die Blumenproduzentinnen und -produzenten sowie die Gemeinden um die Farmen profitieren von vielen unterschiedlichen Projekten im sozialen und ökologischen Bereich.

New Hope Children’s Home & Rehabilitation Centre
Seit über zehn Jahren finanziert und unterstützt Harvest Limited das Kinder-Zentrum in der kenianischen Küstenstadt Mombasa. Waisen- und Straßenkinder finden dort ein Zuhause, können dort zum Schulunterricht gehen, erhalten dort zum Beispiel Mahlzeiten und Schuluniformen.

Transportbusse
Harvest Limited sorgt täglich für den kostenlosen Transport der Beschäftigten von und zur Arbeit, ihren Kindern steht ein Schulbus zur Verfügung. Stillende Mütter dürfen jeden Tag eine Stunde eher Feierabend machen, um sich um ihre Babys zu kümmern.

Krippen
Für Kinder unter drei Jahren gibt es eine Ganztagsbetreuung. Vor der Arbeit können die Eltern ihre Kinder abgeben und sie nach Feierabend abholen. Das Personal ist pädagogisch geschult und beschäftigt sich den ganzen Tag mit den Kleinkindern. Auch Mahlzeiten sind inklusive.

Freie Mahlzeiten
Allen Beschäftigten genießen das ganze Jahr kostenlose, gesunde und warme Mahlzeiten in der Kantine der Fairtrade-Blumenfarm. Eine ausgewogene Ernährung wird als die Basis der Gesundheit und der Vorbeugung zu Krankheiten betrachtet.

Gemüsegarten und sauberes Trinkwasser
Mindestens einmal pro Woche erhalten die Farmmitarbeiterinnen und -mitarbeiter Gemüse der "Farm Vegetable Gardens", dem Farm-eigenen Gemüsegarten. Zudem werden die Beschäftigten mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Kostenlose medizinische Versorgung
Den Farmarbeiterinnen und -arbeitern steht eine kostenlose medizinische Versorgung zur Verfügung. Dies beinhaltet eine Klinik auf der Athi River Farm, die jeden Tag im Jahr, rund um die Uhr geöffnet ist sowie eine Apotheke.

Sport-Tag
Harvest Limited legt Wert auf Abwechslung, Unterhaltung und Fitness. Dafür gibt es den Blumenfarm-Sport-Tag sowie Regionalliga Wettbewerbe in verschiedenen Sportarten, die auch ein Sponsoring der Sportmannschaften beinhalten. Beim Fußball, Volleyball, Netzball und Leichtathletik haben die Arbeiterinnen und Arbeiter die Möglichkeit sich kennenzulernen und als ein Team zusammenzuwachsen - die "Harvest Family".

 

Wasser im Fokus
Ebenfalls ganz im Sinne von Fairtrade, gibt es auf den Farmen von Harvest Limited eine Reihe an Umweltprojekten die für ökologische Nachhaltigkeit stehen.
Ein Fokus liegt dabei auf der wertvollen Ressource Wasser. Regenwasserspeicherung und Wasseraufbereitung stellen für Harvest Limited wichtige Prozesse dar. Pflanzen werden möglichst umweltschonend aufgezogen, sodass 30 Prozent des daraus resultierenden Abwassers recycelt werden kann. Abwasser aus anderen Bereichen wird in künstlich angelegten Feuchtgebieten gesammelt und anschließend aufbereitet. Diese Gebiete sind zudem vielseitig bepflanzt.

Baumschule
Um einheimische Artenvielfalt zu unterstützen betreibt Harvest Limited seit über 15 Jahren eine Baumschule in der einheimische Bäume produziert und aufgezogen werden. Die Bäume werden auf und um die Farmen gepflanzt, dem Gemeinderat, Schulen, Krankenhäusern und den Blumenproduzentinnen und -produzenten gestiftet.
Allein in den letzten fünf Jahren wurden auf den drei Fairtrade-Blumenfarmen von Harvest Limited 100.000 Bäume gepflanzt.

Kompostierung
Auf allen drei Farmen der Harvest Limited werden Pflanzenabfälle mithilfe natürlicher Methoden kompostiert. Wurmarten und Mikroorganismen dekompostieren das Material und erzeugen eine Art Erde die wertvolle und reichhaltige Inhaltsstoffe für die Blumenzucht liefert.

Integrierter Pflanzenschutz
Ein erfahrenes, sehr gut ausgebildetes Team steht für "Integrated Pest Management (IPM)". Permanente Messverfahren und stetige Beobachtung und Kontrolle der Fairtrade-Rosen stehen im Mittelpunkt der Züchter. Nach Alternativen Methoden, also biologischen Mitteln zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung der Pflanzen zu suchen, ist ihre Aufgabe. Durch den integrierten Pflanzenschutz konnte der Gebrauch chemischer Bekämpfungsmittel bereits um 40 Prozent reduziert werden.

 

Zurück

Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

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