Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarmen Flamingo Horticulture in Kenia

Flamingo Horticulture besteht aus verschiedenen Blumenfarmen, die sich zusammen über rund 2600 Hektar erstrecken. Das Depot des Unternehmens befindet sich direkt am Flughafen der Hauptstadt Nairobi, von wo aus die Blumen erntefrisch nach Europa transportiert werden.

Alle Blumen werden bei Flamingo Horticulture unter Fairtrade-Bedingungen angebaut.


Ort/Land
Nairobi, Kenia KE

FLO-ID
5567

Organisationsform
Plantage

Fläche
176.00 ha

Gründung
1981

Zertifizierung
2006

Arbeiterinnen / Arbeiter
6000


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Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Transport
Busse transportieren die Beschäftigten kostenlos von ihrem Wohnort zur Arbeit und nach Feierabend wieder zurück.


Medizinische Versorgung
Unterhalt eigener medizinischer Kliniken, bei denen sich die Beschäftigten im Falle von Verletzungen kostenlos versorgen lassen können. Bei anderen Erkrankungen erhalten sie eine kostenlose Beratung und Medikamente zu stark reduzierten Preisen. Zudem bieten die Kliniken Beratungen zu Familienplanung und HIV an.


Bildung
Bau von drei Schulen. Zusätzlich werden durch die Fairtrade-Prämie die Lehrer und Unterrichtsmaterialien bezahlt- für die eigenen als auch für einige staatliche Schulen.

 

Bereits zu Beginn der Geschäftstätigkeit 1982 versuchte die Flamingo Blumenfarm (damals noch unter dem Namen "Homegrown") seine Beschäftigten durch gerechtere Löhne und großes Vertrauen in seine Angestellten zu unterstützen. In den kleinen Unternehmensstrukturen war dies noch problemlos möglich. Als die kenianische Blumenfarm über die Jahre immer weiter wuchs, führte dies dazu, dass auch die Strukturen zunehmend formaler wurden.

Vor einiger Zeit wurde die Homegrown Blumenfarm zu "Finlays Horticulture" zu "Flamingo" umbenannt. Der ursprüngliche Wunsch blieb aber erhalten: Heute garantiert die Fairtrade-Zertifizierung auch nach außen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter unter fairen Bedingungen arbeiten und Löhne gezahlt bekommen, die über dem kenianischen Durchschnittslohn liegen.

 

Heute gehören Flamingo Blumenfarm, die Siraji Blumenfarm am Mount Kenya sowie die Kingfisher Blumenfarm in Naivasha an. Rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren hier von den Fairtrade-Standards.

Durch die Mehreinnahmen der Fairtrade-Prämie konnten schon in vielen Bereichen Erfolge für die Beschäftigten erzielt werden. Hier einige Beispiele:

Transport
Busse transportieren die Beschäftigten von ihrem Wohnort zur Arbeit und nach Feierabend wieder zurück. Der Service ist für die Arbeiterinnen und Arbeiter kostenlos und oftmals die einzige Möglichkeit, da das öffentliche Verkehrsnetz nur unzureichend ausgebaut ist.

Medizinische Versorgung
Flamingo unterhält auch eigene medizinische Kliniken, bei denen sich die Beschäftigten im Falle von arbeitsbedingten Verletzungen kostenlos versorgen lassen können. Bei anderen Erkrankungen erhalten sie eine kostenlose Beratung und Medikamente zu stark reduzierten Preisen. Zudem bieten die Kliniken Beratungen zu Familienplanung und HIV an.

Bildung
Insgesamt drei Schulen hat Flamingo im Laufe der letzten Jahre gebaut, die vom Unternehmen geleitet und finanziert werden. Zusätzlich bezahlt Finlays die Lehrer und Unterrichtsmaterialien - für die eigenen als auch für einige staatliche Schulen.

Biologischer Pflanzenschutz
Auf der Fairtrade-zertifizierten Farm Kingfisher befindet sich auch das größte biologische Pflanzenschutzunternehmen in Afrika. Hier werden Insekten ("Nützlinge") gezüchtet, die andere Insekten (Schädlinge) natürlich bekämpfen.

Am Naivashasee, der für sein empfindliches und artenreiches Ökosystem bekannt ist, bewerteten Experten der Universität Leicester das Wassermanagement und die internen Filtersysteme der Fairtrade-Blumenfarmen als führend in der Region.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.