Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Zena Roses - Asai in Kenia

Die Fairtrade-zertifizierte Blumenfarm Asai gehört zum Zusammenschluss Zena Roses aus Kenia. Zena Roses ist ein Zusammenschluss verschiedener Blumenfarmen. Dem zugehörig sind die Fairtrade-zertifizierten Blumenfarmen: Asai, Sosiani, Thika und Zena Roses selbst.
Durch die Fairtrade-Zertifizierung können die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Farmen verbessert werden. Die Fairtrade-Prämie wird für ihre Projekte eingesetzt.


Ort/Land
30100 Eldoret, Kenia KE

FLO-ID
26339

Organisationsform
Plantage

Fläche
12.50 ha

Gründung
2009

Zertifizierung
2010

Arbeiterinnen / Arbeiter
328


Zena Roses – ein starker Zusammenschluss

Zena Roses ist ein Zusammenschluss von mehreren Blumenfarmen in Kenia: dazu gehören Asai, Sosiani und Thika selbst.
2005 ließ sich Zena Roses von FLO-CERT Fairtrade-zertifizieren.
Seitdem hat sich einiges verändert auf den Blumenfarmen: Zum einen erhalten die Beschäftigten heute angemessene Löhne und genießen gerechtere Arbeitsbedingungen, zum anderen gibt es zusätzlich die Fairtrade-Prämie. Zehn Prozent des Verkaufspreises vor Ort gehen als Fairtrade-Prämie komplett zurück an Projekte für die Arbeiterinnen und Arbeiter. Organisiert wird die Verteilung der Mehreinnahmen über das sogenannte Fairtrade-Prämien-Komitee. Das ist ein demokratisch gewählter Ausschuss von Beschäftigten und Vertretern des Managements. Gemeinsam werden dort wichtige Entscheidungen gefällt, von denen alle auf der Farm betroffen sind. Unter anderem konnten die folgenden Projekte in den letzten Jahren umgesetzt werden:

 

Fonds für Kleinkredite

Fahrräder, Nähmaschinen oder Solarkocher - auch wenn die Beschäftigten noch nichts ansparen konnten, ermöglicht ein vom Fairtrade-Prämien-Komitee angelegter Fonds den Kauf dieser Dinge. Gelder aus der Fairtrade-Prämie fließen in den Fonds und werden in Form von zinslosen Krediten an die Arbeiterinnen und Arbeiter weitergeben.

 

Bildungsprojekte

Neben dem Bau eines Schulgebäudes für die Kinder der Beschäftigten, werden fortlaufend die Löhne von zwei Lehrern durch die Fairtrade-Prämie getragen. Zusätzlich können Eltern, deren Kinder gute bis sehr gute Noten haben, ein Stipendium für die Oberschule beim Fairtrade-Prämien-Komitee beantragen.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.