Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Tropiflora in Kenia

Nahe der kenianischen Hauptstadt Nairobi befindet sich die Fairtrade-zertifizierte Blumenfarm Tropiflora. Der Norden, in dem sich die Farm befindet, besteht aus Bergland. Mit seinem vergleichweise kühlen Klima herrschen gute Anbaubedingungen für die Blumen, die von ungefähr 500 Angestellten rund um das Jahr angebaut werden.


Ort/Land
Nairobi, Kenia KE

FLO-ID
4766

Organisationsform
Plantage

Fläche
40.00 ha

Gründung
1982

Zertifizierung
2000

Arbeiterinnen / Arbeiter
500


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Dank der Fairtrade-Prämie profitieren die Arbeiterinnen und Arbeiter von verschiedenen Leistungen:
- Die Finanzierung von einem Kindergarten
- Das Impfen von Arbeiterinnen und Arbeiter
- Der Kauf von Wasserbecken in den Schulen

 

Aufschwung durch Fairtrade

Die Tropiflora Blumenfarm befindet sich im Bezirk Tigoni Kiambu, 20 Kilometer nördlich von Nairobi, der kenianischen Hauptstadt.
Als Tropiflora im Jahr 1983 gegründet wurde, zählte sie lediglich einen Hektar Fläche. Heute zählt Tropiflora ungefähr 40 Hektar und beschäftigt das ganze Jahr rund 500 Personen.
Die Fairtrade-Farm ist bekannt für seine Rosen, aber es werden auch Milchsterne, Lilien und Nelken angepflanzt. Eine möglichst umweltschonende Pflanzenzucht unter sozialen Aspekten gehört zum Leitbild Tropifloras.

 

Die Verwirklichung eigener Projekte

Seit der Fairtrade-Zertifizierung im Jahr 2001 konnten diverse Projekte umgesetzt werden. So hat die Fairtrade-Prämie beispielsweise zu einer Finanzierung eines Kindergartens beigetragen. Zudem hat sie Impfungen für die Arbeiterinnen und Arbeiter sowie Wasserbecken in Schulen ermöglicht.
Durch Fairtrade und die Fairtrade-Prämiengelder haben die Arbeiterinnen und Arbeiter der Farm die Möglichkeit eigene soziale und ökologische Projekte zu entwickeln und umzusetzen.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.