Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Penta Flowers in Kenia

Zwischen Nairobi und dem Ol Donyo Nationalpark angesiedelt, produziert Penta Flowers auf drei Blumenfarmen Rosen und Chrysanthemen aller Art. Die Anbaufläche der drei Standorte Juju Farm, Ndaruga Farm und Thika Farm erstreckt sich über ca. 60 Hektar. Penta Flowers wurde im Jahr 1993 gegründet und ist seit 2004 Fairtrade-zertifiziert.


Ort/Land
Juja, Kenia KE

FLO-ID
3768

Organisationsform
Plantage

Fläche
57.00 ha

Gründung
1992

Zertifizierung
2000

Arbeiterinnen / Arbeiter
1500


Teaserbild

 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Bildung:
- Schulstipendien für die Kinder der Beschäftigten
- Unterstützung benachteiligter Kinder der Farmangestellten
- Renovation und Ausstattung der Schulzimmer der örtlichen Schulen
- Schneiderwerkstatt

Soziales:
- Angebot an günstigen Mahlzeiten in der Farm-eigenen Kantine
- Ausbau des Sportangebotes für die Angestellten der Farm
- Mikrokreditvergabe an Beschäftigte der Farm

Gesundheit:
- Bekämpfung von HIV/AIDS und Malaria
- Impfungen gegen Typhus und Hepatitis

 

"Mit Fairtrade kam die Hoffnung wieder, dass sich unser Lebensstandard wirklich verbessern kann. Ich profitiere von so vielem was das Fairtrade-Prämien-Komitee ermöglicht hat, wie zum Beispiel den kostenlosen Impfungen gegen Typhus oder Hepatitis."

Irene Adhiambo (Pflückerin bei Penta Flowers seit 1997)

Fairtrade zahlt sich aus

Die Fairtrade-Zertifizierung hat Penta neue Möglichkeiten eröffnet, um auf die sozialen Bedürfnisse der Arbeiterinnen und Arbeiter zu reagieren. Neben dem garantierten Mindestabnahmepreis erhält Penta Flowers regelmäßig die Fairtrade-Prämie, mit welcher Projekte realisiert werden können, die zum Gemeinwohl aller Beschäftigten beitragen. Es gibt ein Prämienkomitee, das demokratisch gewählt wurde und Verwendungsmöglichkeiten berät, über welche dann wiederum demokratisch entschieden wird. In den vergangenen Jahren wurde beispielsweise Folgendes umgesetzt:


  • freie Medikamente und Impfungen für die Farmangestellten sowie Aufklärung über Gesundheitsrisiken

  • Kooperation mit dem örtlichen Jomo Kenyatta Krankenhaus

  • Renovierung und Elektrisierung von sechs anliegenden Schulen, Ausstattung mit Stühlen, Tischen und Schränken sowie der Bau von Sanitäranlagen und Verwaltungsgebäuden

  • Einführung eines Mikrokredit-Systems für die Beschäftigten

  • Projekt zur Neupflanzung von Bäumen

  • Krippenprojekt: Zwei Krippen wurden in den Jahren 2013 und 2014 eröffnet. Tagsüber können die Beschäftigten ihre Kinder professioneller Betreuung und Versorgung übergeben, die medizinische Pflege wie auch kindgerechte Aktivitäten umfasst

  • Lunch-Projekt: Durch die Finanzierung des Mittagsessens der Beschäftigten wird der Mangelernährung in entsprechenden Gebieten entgegengewirkt

 

Absatzbild

Über Penta Flowers

Im Jahr 1993 startete der Betrieb der Juja Farm auf einer Fläche von rund drei Hektar, auf denen ausschließlich in hölzernen Gewächshäusern Rosen angebaut wurden. In 2003 eröffnete Penta Flowers die Ndarugu Farm und in 2007 wurde die Thika Farm aufgekauft. Mittlerweile produzieren über 1.300 Arbeiterinnen und Arbeiter auf den drei Farmen rund 48.5 Millionen Stiele (2016) pro Jahr. Circa 40 % der Beschäftigten sind Frauen.

Penta Flowers kultiviert die Setzlinge in modernen Gewächshäusern und verfügt darüber hinaus über ein Abfall- und Entsorgungssystem, um den selbst gesetzten Ansprüchen an Gewässer- und Umweltschutz sowie Kompostierung für den Eigenbedarf gerecht zu werden. Nach der Ernte werden die Fairtrade-Blumen frisch verpackt per Flugzeug nach Europa transportiert.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.