Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Nini Limited in Kenia

Nini Limited ist eine mittelständische Fairtrade-Blumenfarm in der kenianischen Stadt Naivasha, etwa 90 km nordwestlich von Nairobi am Naivashasee gelegen. Die Lage im Rift Valley auf 1.800 Metern über dem Meeresspiegel und 74 % Luftfeuchtigkeit eignen sich ideal für den Anbau von Rosen.


Ort/Land
20117 Naivasha, Kenya KE

FLO-ID
29494

Organisationsform
Plantage

Fläche
44.00 ha

Produktion
999999.99 stk

Gründung
1996

Zertifizierung
2013

Arbeiterinnen / Arbeiter
500


Kontinuierlicher Wachstum durch stabile Exportpreise

Seit ihrer Gründung 1997 ist die Blumenfarm kontinuierlich gewachsen und erstreckt sich inzwischen über 44 Hektar. Die Vermarktung der rund 100 Mio. produzierten Rosen pro Jahr erfolgt fast ausschließlich über direkten Export. Der Verkauf über Auktionen wird vermieden, um Preisschwankungen zu umgehen und möglichst stabile Preise zu erzielen. Seit 2013 ist die Blumenfarm mit dem Fairtrade-Siegel zertifiziert.

 

Festeinstellung statt Tagelohn

Das Unternehmen beschäftigt mehr als 500 fest angestellte Mitarbeiter, von denen 60% bereits über zehn Jahre dem Betrieb angehören. Alle Mitarbeiter sind fest angestellt, anstatt als Tagelöhner auf Abruf zu arbeiten. Sie erhalten eine viermonatige Ausbildung und Gehaltszuschläge. Frauen stellen 80% der Arbeitskräfte; sie erledigen bevorzugt die Kommissionierung, Sortierung und Bündelung, während Männer u.a. für den Transport verantwortlich sind

 

Kostenloser Bus-Shuttle und Weiterbildungsangebote

Die meisten Mitarbeiterfamilien von Nini leben in Karagita, der größten Siedlung in Naivasha. Die Kooperative bietet kostenlosen Transport für Arbeitnehmer zwischen Karagita und dem Firmengelände. Dank Fairtrade konnten Krankenhäuser, Schulen und Stipendien subventioniert werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten zudem die Möglichkeit, Computer-, Frisier- und Nähkurse zu besuchen. Auch die Unterstützung des lokalen Jugendfußballvereins und die Anpflanzung von Bäumen in der Umgebung wurden ermöglicht und verbessern auf diesem Wege die Lebensbedingungen der Farmerfamilien.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.