Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Blumenfarm Jardines Piaveri in Ecuador

Die Rosenfarm Jardines Piaveri liegt in der Region Latacunga im Andenhochland von Ecuador. Die Rosenfarm wurde 1996 gegründet und ist seit 2003 Fairtrade-zertifiziert. Die Felder der Farm erstrecken sich über 10 Hektar und liegen auf rund 2800 Metern Höhe.


Ort/Land
Latacunga, Ecuador EC

FLO-ID
4409

Organisationsform
Plantage

Fläche
10.00 ha

Produktion
7000.00 sti

Gründung
1995

Zertifizierung
2002

Arbeiterinnen / Arbeiter
153


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

Bildung:
- Computerkurse für die Arbeiterinnen und ihre Kinder.
- Autofahrkurse

Gesundheit und Soziales:
- Vergünstigte Grundnahrungsmittel für Arbeiterinnen und Arbeiter
- Zahn- und Augenärztliche Versorgung

Finanzierung:
- Mikrokredite für die Farmmitarbeiterinnen und -mitarbeiter

 

Ich habe um einen Kredit gebeten, damit ich das Material für den Bau meines Hauses kaufen kann. Ein Jahr später ist der Bau fertig und ich bin ein stolzer Hausbesitzer.

Luz Chancusig, Nach-Ernte-Beauftragter und Sekretär des Prämienverwendungskomitees

Die Rosenfarm Jardines Piaveri liegt in den Andenhöhen von Ecuador auf rund 2800 Metern Höhe. Die Anden sind ein beliebtes Anbaugebiet für Rosen. Durch ein besonderes Mikroklima gedeihen Rosen in dem Hochland von Ecuador außergewöhnlich gut. Jardines Piaveri wurde im Jahr 1996 gegründet und ist seit 2003 Fairtrade-zertifiziert. Durch die Zertifizierung wurden nicht nur die Lebens- und Arbeitsbedienungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert, sondern insbesondere die Familien gestärkt.

 

Die Fairtrade-Prämie unterstützt die Gemeinschaft

Mithilfe der Fairtrade-Prämie konnten auf der Rosenfarm bereits mehrere Gemeinschaftsprojekte realisiert werden. Den Arbeiterinnen und Arbeitern sowie ihren Kindern werden Computerkurse angeboten.

Außerdem haben die Arbeiterinnen und Arbeiter die Möglichkeit Mikrokredite zu günstigen Zinsen zu erhalten. Mit den Mikrokrediten werden beispielsweise Geschäfts-, Hausbau- und Bildungsprojekte sowie Arztkosten finanziert

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.