Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Bananen-Kooperative Bananeros Orgánicos in Peru

Die Region Piuara ist der größte Produzent an biologischen Bananen in Peru, was dem dortigen Klima und dem nährhaften Boden zu verdanken ist. Dort können halbmonatlich Bananen geerntet werden, was den Bananenanbau zu einer stabilen Haupteinnahmequelle der Kleinbauern und –bäuerinnen macht. So wurde die 2008 gegründete Kooperative “Pueblo Nuevo” auch zu einer der besten Exportunternehmen für biologische Bananen gekürt.


FLO-ID
27593

Organisationsform
Kooperative

Fläche
128.00 ha

Gründung
2007

Zertifizierung
2011

Bäuerinnen / Bauern
198


 

Aus Fairtrade-Prämie realisierte Projekte

- Stipendien für Mitglieder und deren Familienangehörigen im Bereich Schulbildung
- Kostenübernahme der verschiedenen Zertifizierungen

 

Die Kleinbauern und -bäuerinnen in der Region leiden immer wieder an den Auswirkungen von Naturkatastrophen, die sich durch den Klimawandel verstärken. So waren im Jahr 2017 mehrere Hektar der Kooperative betroffen vom Hochwasser des Rio Chira, verursacht durch immer länger werdende Regenperioden. Zudem leiden die Kleinbauern und -bäuerinnen in Zentralamerika an dem schlimmsten Ausbruch von Rost seit den 1970er, einer Pflanzenkrankheit, die durch Pilze verursacht wird und gerade unter feuchten und warmen Bedingungen gedeiht. Die Blätter der Bananenpflanze fallen ab, was dazu führt, dass die Früchte nicht mehr weiterreifen. Die Ernte geht verloren und so auch die Haupt- und oftmals einzige Einkommensquelle der Kleinbauern und -bäuerinnen.
Die Kooperative in Piuara arbeitet deshalb mit lokalen Projekten zusammen, um zu lernen mit diesen Bedingungen umzugehen und mit verschiedenen Methoden ihr Einkommen zu sichern. Dabei bleibt der Einklang mit der Natur und die Verwendung von umweltfreundlichen Mitteln zentral, um den fruchtbaren Boden zu erhalten. Nur so kann eine Qualitätssicherung gewährleistet und der biologische Anbau nachhaltig gefördert werden.
Die Kooperative war in diesem Rahmen an einem zweijährigen Projekt beteiligt, dass die Steigerung der landwirtschaftlichen Effizienz zum Ziel hatte. Dabei wurde der gesamte Produktionsprozess auf biologische Kriterien kontrolliert, um den respektvollen Umgang mit der Natur zu gewährleisten. Dadurch konnte die Qualität der Bananen verbessert werden, schlechte Überschussware wurde reduziert und so die Produktivität der Kooperative gesteigert. Dies ist ein fortlaufender Prozess für die Kleinbauern und -bäuerinnen, um nachhaltig ihre Existenz zu sichern.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.