Die Fairtrade-Produzenten

Hinter jedem Produkt stehen Menschen

Auf der Weltkarte sehen Sie eine Auswahl der Fairtrade-Produzenten, deren Produkte und Rohstoffe in der Schweiz verkauft werden*. Mit den Filtern können Sie bequem nach Produkten und/oder Ländern suchen.

Die Bananen-Kooperative Asociación Agraria Bananera Fincas de El Oro in Ecuador

Die Banane ist nach dem Erdöl das meist exportierte Produkt Ecuadors und deckt damit 30 Prozent des weltweiten Bedarfs an Bananen. Die Region El Oro und ihre Bewohner und Bewohnerinnen ist zu einem Großteil von der Bananenproduktion abhängig, die allerdings mit hohen Produktionskosten verbunden ist. Eine Gruppe von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen aus dieser Region schloss sich deshalb 2012 zusammen, um gemeinsam als FAIRTRADE-Kooperative die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen des Bananenanbaus zu verbessern. Aktuell sind 32 Produzenten und Produzentinnen Teil der Asociación Agraria Bananera Fincas de El Oro.


Ort/Land
Machala, EC

FLO-ID
28979

Organisationsform
Kooperative

Fläche
122.00 ha

Produktion
4000.00 t

Zertifizierung
2012

Bäuerinnen / Bauern
15


Gemeinsam bildet sich die Kooperative auch im landwirtschaftlichen Anbau weiter. Dabei lernen sie nicht nur ihren Anbau effizienter zu gestalten, sondern gehen vor allem einem ihrer Basisprinzipien nach, nachhaltige und umweltfreundliche Methoden zu nutzen. Zusammen führten sie mit Experten das Projekt "Elaboración de Biofermentos con microorganismos de montaña" ein, bei dem man sich Mikroorganismen der umliegenden Berge und Weidefelder als Pflanzenschutzmittel bedient, um die Bodengesundheit zu erhalten und seine Fruchtbarkeit der Erde zu erhöhen. Ein komplementäres Projekt ist die Zucht heimischer Regenwürmer, um den Bedarf an organischem Düngemittel für die gesamte Kooperative zu sichern. So wollen die Kleinbauern und -bäuerinnen im Rahmen ihrer FAIRTRADE-Zertifizierung, durch den Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel, auch die Qualität ihrer Bananen und die Zufriedenheit der Endkonsumenten und -konsumentinnen gewähren.

 

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Bäuerinnen und Bauern, Arbeiterinnen und Arbeiter auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass wir täglich ein umfangreiches Warenangebot vorfinden. 70% der Weltbevölkerung ernährt sich von Lebensmitteln, die von 500 Millionen Kleinbäuerinnen und -bauern angebaut wurden. Landwirtschaft ist die bedeutendste Einkommens- und Beschäftigungsquelle für arme Haushalte in ländlichen Gebieten, 40% der gegenwärtigen Weltbevölkerung bestreitet aus ihr ihren Lebensunterhalt.

Das weltweite Handelssystem sorgt dafür, dass die Vorteile des Welthandels ungerecht verteilt sind und die Menschen am Anfang der Lieferkette in sogenannten Entwicklungs- und Schwellenländern mit schlechteren Ausgangsbedingungen, weniger Einfluss und prekäreren Arbeits- und Lebensverhältnissen zu kämpfen haben.

Ausserdem sind kleinbäuerliche Betriebe vom Klimawandel am härtesten betroffen. Nutzflächen der Grössenordnung von 12 Millionen Hektar pro Jahr werden wegen Wüstenbildung und Dürre unbebaubar. Bereits ein geringer Temperaturanstieg von 1°C führt zu Ernteeinbussen von 5-10% für die verbreitetsten Getreidearten. In den letzten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts lebten 99 von 100 Menschen, die in klimabedingten Naturkatastrophen ums Leben kamen, in ärmeren Ländern.

Fairtrade bietet Unterstützung, damit südafrikanische Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen
Fairtrade bietet Unterstützung, damit Arbeiterinnen und Arbeiter ihre Rechte kennen.

Rechte stärken, Lebensalltag verbessern

Fairtrade ermöglicht es Produzentinnen und Produzenten aus Regionen wie Afrika, Asien und Lateinamerika, zu einer einflussreichen Kraft für Veränderungen in ihrem Umfeld zu werden und selbstbestimmt ihre Zukunft zu gestalten.

Rund 1.66 Millionen Bäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen aus 75 Anbauländern profitieren derzeit von ihrer Beteiligung an Fairtrade. Bäuerinnen und Bauern schliessen sich in demokratischen Organisationen zusammen, die ihre Interessen auf dem Markt besser vertreten und über gemeinsame Anschaffungen und Fortbildungen ihre Ernteerträge erhöhen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen erhalten durch Fairtrade die Unterstützung, ihren Rechten und Bedürfnissen über demokratische Interessenvertretungen wie Gewerkschaften eine einflussreiche Stimme zu verleihen und bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stabilere Lohnsituation zu erreichen.

Prämie und politische Teilhabe

Sie alle profitieren von der Fairtrade-Prämie, die Projekte zur Verbesserung ihres eigenen Lebensalltags  und des Alltags ihrer Familien und ihrer Umgebung finanziert: Bildung, Gesundheitsversorgung, Verbesserungen der Wohnsituation und Massnahmen zur Steigerung der Produktivität landwirtschaftlicher Kleinbetriebe.

Im Fairtrade-System verfügen sie als Mitglieder der Produzentennetzwerke Fairtrade Africa, Network of Asian and Pacific Producers (NAPP) und Coordinator of Fairtrade Latin America and the Caribbean (CLAC) über 50% der Stimmen in der Fairtrade-Generalversammlung.

Fairtrade-Produzenten-Karte

Erfahren Sie mehr über die Produzenten und wie Fairtrade für die Kleinbauernfamilien und Plantagenarbeiterinnen und -arbeiter einen Unterschied macht. Filtern Sie bequem nach den Produkten und Orten, die Sie interessieren.